Komplimente aus der Hauptstadt

Dinslaken..  Die Stadt, so bedauert Beate Stock-Schröer von den Grünen, wollte zum Termin mit Katja Dörner, keinen Vertreter entsenden. Weil das ja doch schon Wahlkampf sei, wenn die Kinder- und Familienpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion sich in den Kommunen zum Stand des U3-Ausbaus informiert und äußert.

Dabei hätte sich die Stadtverwaltung bei dem Pressetermin durchaus in Lob sonnen können. Seit einem halben Jahr besucht Katja Dörner Kindergärten in NRW. Dinslaken war eine der letzten Stationen vor der Bundestagswahl. Im Awo-Kindergarten im Averbruch schaute die Bundestagsabgeordnete vorbei - und war angetan. Vom Kindergarten selbst und auch von der Arbeit der Stadt und Kommunalpolitik. Dinslaken brauche sich „nicht zu verstecken“, was den U3-Ausbau betrifft. Die Kommune habe sich gekümmert, zusätzlich zu den 3 Millionen Euro Fördermitteln vom Bund 12 Millionen Euro investiert. 415 U3-Plätze würden zum 1. August benötigt, nur fünf Kinder stünden auf der Warteliste. Das sei nicht in allen Kommunen so. Mitunter hätten sich die Städte zu spät bemüht - obwohl der Stichtag seit 2007 bekannt gewesen sei.

Weil es aber doch auch schon um den Wahlkampf für die Bundestagswahl geht, beließ es Katja Dörner nicht beim Lob für die Kommune sondern schloss grüne Forderungen an. Die Politik müsse auch nach 2103 am Ball bleiben. Es genüge nicht, ausreichend Plätze zu schaffen sondern auch die Qualität müsse gehoben werden. „Wir müssen den Betreuungsschlüssel verbessern“, so Dörner. Deutschland gelte im internationalen Vergleich weiterhin „als Entwicklungsland was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Kita als Bildungseinrichtung angeht.“

 
 

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