Kirchturmspitze muss höher sein

St. Vincentius wird weiterhin zu sehen sein, versprechen der Bauträger des neuen Altstadt-Wohnprojektes auf dem alten Hackfort-Areal in Dinslaken.

Dinslaken..  Die Kirchturmspitze von St. Vincentius kann man von gewissen Stellen der Kolpingstraße nach der Bebauung des Hackfort-Areals noch sehen, dies war vor allem den Vertretern der CDU im gestrigen Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschusses wichtig. Dabei muss die Politik gar nicht mehr befragt werden, machte Baudezernent Dr. Thomas Palotz nach dem mündlichen Bericht durch den Architekten des Bauträgers Tecklenburg klar, „die Abweichungen vom Bebauungsplan sind letztendlich so minimal, dass für das Altstadtprojekt kein neuer Bebauungsplan zur Abstimmung vorgelegt werden muss.

Es geht um Hackfort – genauer gesagt um das Gelände, denn die alte Kneipe und die schon seit Jahren nicht mehr benutzte Altstadthalle werden den Baggern zum Opfer fallen. Das komplette Areal zwischen Duisburger und Brückstraße, entlang der Kolpingstraße wird neu bebaut. Ein großer Wohnkomplex wird entstehen, dreigeschossig mit bewohnbarem vierten Geschoss, einem so genannten Staffelgeschoss, für Penthouse-Wohnungen. Dieses Staffelgeschoss sei um zwei Meter zurückgebaut, von der Straße aus also eigentlich nicht einsichtig und daher werde das Gebäude als nicht so hoch empfunden, war aus der Firma des Bauträgers zu hören.

Der Gebäudekomplex selber soll sich in den Altstadtcharakter einfügen, in dem er sich in kleinere „Stadthäuser“ mit unterschiedlicher Fassadengestaltung und verschiedenen Materialien sowie Farbgestaltung präsentiert. Auch im Innenbereich gibt es eine, allerdings niedrige Bebauung, ansonsten reichhaltig Grünflächen. Ein öffentlicher Durchgang von der Brück- zur Duisburger Straße sei zwar wünschenswert, doch ob es dazu komme sei ungewiss. Denn nicht nur die Firma Tecklenburg, ansässig in Straelen und Düsseldorf, wird auf dem Areal bauen.

Neben Wohnungen könnten im Erdgeschoss auch kleinere Dienstleister ihr Domizil aufschlagen. Doch werde Wert auf „nicht störendes Gewerbe“ gelegt, somit werde „es keine Kneipen in der Bebauung geben“. Dafür sind 23 Wohneinheiten geplant. Eine Tiefgarage soll für Parkplätze sorgen.

Die SPD-Mitglieder des Ausschusses baten um weitere Informationen für die Bürger auf der Homepage der Stadt Dinslaken. Dies wurde von der Verwaltung jedoch abgelehnt. Eine Information der Bewohner der Altstadt werde noch stattfinden. Ein Termin wurde nicht genannt. Allerdings können die Pläne jederzeit bei der Sparkasse eingesehen werden, die das Projekt am 17. Mai vorstellt.

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