Kandidaten am NRZ-Wahlmobil

Die Voerder Bürgermeisterkandidaten und die NRZ-Redaktion am Wahlmobil in Voerde.
Die Voerder Bürgermeisterkandidaten und die NRZ-Redaktion am Wahlmobil in Voerde.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Voerder Anwärter auf das Bürgermeisteramt stellen sich gestern auf dem Voerder Wochenmarkt den Fragen von Redaktion und interessierten BürgernVoerder Anwärter auf das Bürgermeisteramt stellen sich am Dienstag auf dem Voerder Wochenmarkt den Fragen von Redaktion und interessierten Bürgern

Voerde.  Petrus meinte es Dienstagvormittag gut mit den drei Bürgermeisterkandidaten in Voerde – und mit der NRZ: Die Redaktion hatte mit dem Wahlmobil auf dem Rathausplatz Station gemacht, um mit den Anwärtern für den Chefsessel im Rathaus über so wichtige Themen wie die Innenstadtentwicklung, die städtische Finanzlage und die Wirtschaftsförderung ins Gespräch zu kommen. Auch interessierte Bürger nutzten die Gelegenheiten, den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen oder Kritik los zu werden.

In lockerer Atmosphäre standen Dirk Haarmann (SPD), Simone Kaspar (von der CDU ins Rennen geschickt, von der FDP unterstützt) und Partrick Hanraths (ohne Partei) unter der Moderation von NRZ-Lokalchef Ralf Kubbernuß Rede und Antwort.

Schulsituation klären

In einer kurzen Vorstellungsrunde zu Beginn hob Haarmann, der wie Kaspar und im Gegensatz zu Hanraths auf eine langjährige Verwaltungserfahrung (zurzeit Erster Beigeordneter der Stadt Wesel) verweisen kann, zunächst seine tiefe Verwurzelung in der Stadt hervor. Hier lebt er seit mehr als 20 Jahren mit seiner Frau – einer „gebürtigen Voerderin“ – und übt als Vorsitzender des Fördervereins Baudenkmal Evangelische Kirche Götterswickerhamm ein Ehrenamt aus.

„Ich möchte gerne Bürgermeister werden, weil mir die Entwicklung meiner Heimatstadt nicht egal ist.“ Haarmann unterstrich, dass die Schulsituation „ganz schnell in Ordnung“ gebracht werden muss.

„Attraktiv und sexy“

Simone Kaspar, die nicht in Voerde, sondern in Dinslaken zu Hause ist, verwies auf die räumliche Nähe ihres Wohnortes („eine Minute hinter der Stadtgrenze“) zu der Stadt, in deren Rathaus sie seit 2012 als Kämmerin und Beigeordnete arbeitet, und sich „pudelwohl“ fühle. Für Kaspar, auch stellvertretende Vorsitzende des DRK Dinslaken-Voerde-Hünxe, ist ihre Kandidatur für das Amt der Bürgermeisterin „folgerichtig“. Sie wolle Voerde zukunftsfähig machen. Die Stadt müsse „attraktiv und sexy“ bleiben. Es gelte, solide Finanzen zu schaffen, um eine gute Infrastruktur anbieten zu können.

Der Dinslakener Partrick Hanraths kann weder mit Voerde als Wohnort, noch als Arbeitsort dienen. Und so versuchte der Diplom-Ingenieur der Hüttentechnik gestern denn auch, mit etwas anderem zu punkten. „Ich bin nicht den einfachen Weg gegangen, mich von einer Partei vorschlagen zu lassen.“ Vielmehr habe er für seine Kandidatur Unterschriften von Bürgern gesammelt, die nicht „länger verwaltet werden wollen“. Trotz seiner fehlenden Verwaltungserfahrung traut sich Hanraths die Leitung einer öffentlichen Verwaltung zu. Er bringe Führungserfahrung aus der Stahlindustrie mit.

In der anschließenden Fragerunde bezogen die Kandidaten dann Position zu den Themenschwerpunkten (siehe unten).

 
 

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