Integrationsrat will aufklärend wirken

Voerde. Der Integrationsrat beabsichtigt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit dem geplanten Neubau eines türkischen Gemeindezentrums auf einer Teilfläche der alten Janusz-Korczak-Schule beschäftigt.

Der Kreis soll aus vier Mitgliedern des Integrationsrates bestehen und einen Fragenkatalog erarbeiten und damit in die Möllener Vereine gehen. In einigen Gesprächen habe er festgestellt, dass es Fragen und Ängste bezüglich des Neubauprojekts des Türkischen Kulturvereines (TKV) gebe, die locker zu beheben seien, erklärte Hakan Yirtik, Vorsitzender des Integrationsrates, in der letzten Sitzung des Gremiums in diesem Jahr. Es interessiere, was die ganze Gemeinschaft in Möllen denke. Der geplante Fragenkatalog werde anonym gehalten; es werde nicht veröffentlicht, was welcher Verein gesagt habe, versicherte Yirtik. Das Vorhaben des TKV stößt in Möllen wie berichtet, nicht auf ungeteilte Zustimmung.

Aufgabe des Integrationsrates sei es, „aufklärend“ zu wirken; es gelte, gemeinsam zu versuchen, den TKV-Plan in der Möllener Bevölkerung transparent zu machen und mit den „Bedenkenträgern“ das Gespräch zu suchen, „damit keine Gerüchte aufkommen, die erneut zu Zerwürfnissen führen“, mahnte Uwe Kleindienst (SPD) mit Blick auf die Diskussion um den Verkauf des Gasthauses Möllen. Auch warnte er, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass einige Wortführer für ganz Möllen sprechen. Er habe Gespräche geführt, bei denen das Projekt positiv bewertet worden sei. Christian Garden, Fraktionschef der Wählergemeinschaft Voerde (WGV), bestätigte den Eindruck. Er habe gehört, dass es auch viele Unterstützer gebe. Es sei das Recht des Türkischen Kulturvereins, „für eine wichtige Gruppe etwas zu entwickeln“. Der TKV schaffe für Möllen und Voerde ein Angebot.

Garden plädierte dafür, das Gespräch auch mit den Gruppen zu suchen, die dem Vorhaben positiv gegenüberstehen oder die bisher noch nicht dazu gehört wurden. Was sagen etwa die Kirchen, die Schulen, Pro Jugend etc. zu dem Projekt, fragte der WGV-Fraktionschef.

 
 

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