Voerde

„Ich könnte alle umarmen“

Voerde.  . Bis auf den letzten Platz war die katholische Kirche St. Peter in Spellen am späten Sonntagnachmittag gefüllt – einige Zuhörer standen sogar noch hinter den Sitzreihen. Sie alle waren gekommen, um dem Benefizkonzert zu lauschen, das die Chöre TonArt, MGV Eintracht Spellen und Schlüsselfiguren (Leitung sowie auch Gesamtleitung: Michaela Klemm) sowie der Posaunenchor Spellen-Friedrichsfeld (Leitung Hendrik Lemm) gaben. Sie wollen Holger Detti, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, unterstützen, damit er nach einem Totalschaden seines Autos mit Hilfe von Spenden einen Ersatzwagen finanzieren kann, um wieder mobil zu werden.

Nach einem Solo von Aisha Guatno stimmen alle Chöre gemeinsam „Pace e bene“ an, ein feierlicher Auftakt für ein stimmungsvolles Konzert, das unter dem Motto „Vom Leben singen“ stand und zu den vielfältigen musikalischen Darbietungen passte. Auch inhaltlich machten die Lieder immer wieder deutlich, was das Leben ausmacht: das Miteinander.

So singt TonArt beispielsweise mit „Keinen Tag soll es geben“ von Hoffnung und davon, dass man nicht alleine ist. Gefühlvoll sind die Interpretationen des Chores von „Hallelujah“ und „You’ll be in my heart“.

Der Junge Chor Schlüsselfiguren begeisterte die Zuhörer mit „Someone like you“ von Adele und „Ja“ von Silbermond sowie seinen tollen und ausdrucksstarken Stimmen. Die Gesangsdarbietungen wechselten sich mit schön klingenden und gut intonierten Instrumentalstücken des Posaunenchores ab, darunter „Nearer still nearer“ sowie „Five hundred miles“.

Für einen vollen Klang sorgte auch der MGV Eintracht Spellen bei „Über sieben Brücken musst du gehen“ – mit Jörg Hallen als Solist – und öffnete bei „Die Wunder dieser Welt“ die Augen für die kleinen Wunder im Alltag, die die Seele stärken. Überzeugend war die Chorversion von „Tage wie diese“, wie der anhaltende Beifall zeigte.

Doch nicht nur die einzelnen Chöre berührten mit ihrem Gesang, als alle Sängerinnen und Sänger gemeinsam „Schau auf die Welt“ anstimmten, erzeugten sie Gänsehautmomente.

Als schließlich der letzte Ton des Schlussliedes „Abends, wenn ich schlafen geh“ verklungen ist, erfüllt lang anhaltender Applaus die Kirche und mit Standing Ovations bedanken sich die Zuhörer für ein grandioses Benefizkonzert.

Vor allem Holger Detti selbst war überwältigt: „Sensationell, ich bin sprachlos. Das kann man gar nicht in Worte fassen, was die hier für mich machen in Spellen. Ich könnte die alle umarmen.“

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