Hiesfeld soll ein Naturfreibad bekommen

Die Verwaltung schlägt vor, das Freibad Hiesfeld zu erhalten und in ein Naturfreibad umzuwandeln.
Die Verwaltung schlägt vor, das Freibad Hiesfeld zu erhalten und in ein Naturfreibad umzuwandeln.
Foto: Heiko Kempken
  • Verwaltungsvorlage zum Bäderkonzept enthält drei Maßnahmen
  • Naturfreibad für Hiesfeld und ein Lehrschwimmbeck für das Dinamare
  • Im Gebäude an der Bismarckstraße soll eine Gymnastikhalle eingerichtet werden

Dinslaken..  Rund sieben Millionen Euro könnten in den Umbau der Dinslakener Bäderlandschaft fließen. Seit gestern ist die Verwaltungsvorlage zum Bäderkonzept öffentlich.

Darin werden drei Maßnahmen vorgeschlagen: Auf dem Gelände des Freibades Hiesfeld wird ein Naturfreibad errichtet, das Dinamare erhält um ein Lehrschwimmbecken und die Schwimmhalle an der Bismarckstraße wird zu einem Gymnastikraum umgebaut.

Der größte Anteil würde mit 3,7 Millionen Euro auf die Erweiterung des Dinamare durch ein neues Lehrschwimmbecken entfallen. 2,4 Millionen Euro sind für die Errichtung eines Naturfreibades in Hiesfeld veranschlagt. Und der Umbau des Gebäudes an der Bismarckstraße würde mit 797 000 Euro zu Buche schlagen.

Mit dem Vorschlag beschäftigen sich die Mitglieder des Sportausschusses

Während die Kosten für das Freibad und für den Gymnastikraum die Stadt tragen würden, wären die Investitions- und Betriebskosten für das neue Lehrschwimmbecken durch die Bäder GmbH aufzubringen.

In der Vorlage, die erstmals am Montag, 21. November, im Sportausschuss behandelt wird, spricht sich die Verwaltung für ein Naturfreibad in Hiesfeld aus. Mit Blick auf die geringeren Investitions- und Betriebskosten. Eine Sanierung des Hiesfelder Bades mit Neubau eines Sportbeckens und neuer Filtertechnik würde rund drei Millionen Euro kosten.

Das Schwimmbad bliebe im Eigentum der Stadt

Das Bad bliebe auch zukünftig im Eigentum der Stadt, die Errichtung und der spätere Betrieb, vielleicht auch unter Einbindung eines Vereins, sollte durch die Bäder GmbH erfolgen.

Unterschiedlich hoch sind die Betriebskosten: Bei einem Naturfreibad würden sie bei rund 47 600 Euro pro Jahr liegen, bei einem konventionellem Freibad bei 127 000 Euro pro Jahr. Bei den Personalkosten gebe es keinen Unterschied. In beiden Fälle, so die Kalkulation der Bäder GmbH, würden sie bei rund 226 000 Euro pro Jahr liegen.

An dem jetzigen Standort könne ein Naturfreibad grundsätzlich realisiert werden. In der Vorlage erwähnt die Verwaltung auch Risiken, auf die die Gutachter hingewiesen hätten. Der Betrieb eines Naturfreibades könnte in den Anfangsjahren zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Badegäste führen.

Das Bad müsste für zeitweise geschlossen werden

Man könnte auch gezwungen sein, das Schwimmbad zeitweise zu schließen. Die Gründe hierfür könnten in einer Keimbelastung durch Wasservögel liegen. Auch könnte sich durch eine mineralische Eintrübung die Sichttiefe verringern. Bei starker Sonneneinstrahlung und hohem Phosphoreintrag sei mit einer Vermehrung von Algen zu rechnen. Auch dann müsste das Bad geschlossen werden, bis das Wasser wieder klar sei.

Für den Aufgabe des Lehrschwimmbeckens sprechen die Sanierungskosten. Würde man es so ertüchtigen, das es den heutigen Anforderungen erfülle, müsste die Stadt 1,3 Millionen Euro ausgeben. Nach dem Umbau würden sich die Betriebskosten von jetzt 125 000 Euro pro Jahr halbieren.

 
 

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