Hafen-Chef Jens Briese verabschiedet sich aus Voerde

Ende März verlässt Jens Briese DeltaPort. Drei Jahre leitete er die Geschicke der Hafengesellschaft.
Ende März verlässt Jens Briese DeltaPort. Drei Jahre leitete er die Geschicke der Hafengesellschaft.
Foto: Funke Foto Services
Der scheidende DeltaPort-Geschäftsführer Jens Briese war zu Gast bei der KAB St. Josef Spellen. Besonderes Interesse galt dort dem Hafen Emmelsum.

Voerde..  Die KAB St. Josef Spellen und ihr Vorsitzender Ralf Költgen empfingen am Donnerstag Jens Briese zu einem Vortrags- und Gesprächsabend. Für Briese, der seit mehr als drei Jahren für die DeltaPort GmbH tätig ist, war es gleichzeitig einer der letzten Termine als Geschäftsführer der Hafengesellschaft. Briese wechselt Anfang April zu einem Bauchemieunternehmen im ostfriesischen Aurich. In seinem Vortrag ging Briese auf allgemeine Unternehmensstrukturen ein, erörterte aber auch Kennwerte zu den drei anhängigen Häfen. Als die Hafengesellschaft 2012 gegründet wurde, galt die vorrangige Aufgabe der weiteren Flächen- und Infrastrukturentwicklung in den Häfen Emmelsum, Rhein-Lippe Wesel und dem Stadthafen Wesel.

An diesem Abend galt dem Hafen Emmelsum, der in der Spellener Nachbarschaft weiterentwickelt werden soll, selbstverständlich besonderes Interesse. Unter Briese wurde die Westerweiterung des Hafens beschlossen, die sich über ein Areal von 15 Hektar erstrecken und Platz für Neuansiedlungen bieten soll. Zudem werden die Containerkapazitäten ausgebaut. Noch im dritten Quartal dieses Jahres ist die Inbetriebnahme des dritten KV-Terminals (kombinierter Verkehr) angedacht. Im abgelaufenen Jahr 2015 blieb der Hafen mit etwa 1,7 Millionen Tonnen Schiffs- und Bahnumschlag etwas unter den Zahlen des Vorjahres. Dennoch sah Briese rückblickend „einen Hafen, der viele Jahre gut unterwegs ist“.

Kleinere Häfen könnten wachsen

Durch ein prognostiziertes Wachstum in den ZARA-Häfen (Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) können sich auch die kleineren Häfen nördlich von Duisburg auf höhere Umschlagszahlen einstellen. Inwiefern die DeltaPort-Häfen davon real durch gewerbliche Neuansiedlungen profitieren, bleibt jedoch abzuwarten.

Als persönliches Fazit zieht Briese eine positive Bilanz: „Es war eine ganz spannende, tolle Aufgabe. Es hat drei Jahre lang Spaß gemacht, jeden Tag zur Arbeit zu gehen.“ Dennoch verlässt er den Hafen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der bürokratischen Ebene hätten manche Genehmigungsverfahren nach seinem Geschmack etwas schneller vonstattengehen können.

 
 

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