Friedrichsfeld in Feierlaune

Gute Stimmung in Friedrichsfeld!
Gute Stimmung in Friedrichsfeld!
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Rund 200 Frauen ließen sich bei der Altweiberfastnacht bestens unterhalten

Voerde..  Wenn Männer in Uniformen zu den Höhnern ihre Beine in die Luft werfen, während Frauen auf den Stühlen stehen und sie bejubeln – dann ist Altweiberfastnacht beim BSV Friedrichsfeld. Obwohl sich das Offizierscorps der Stadtwache Große KG Rot-Weiss Hamborn-Marxloh 1958 am Donnerstagnachmittag wegen des Verkehrs etwas verspätete, stellte die kleine Programmänderung für das Organisationstalent Angelika Merz vom BSV Friedrichsfeld kein Problem dar. Statt tanzender Männer in der bunt geschmückten Mehrzweckhalle trat also zunächst Bauchredner Tom Prinz mit seiner Puppe Rocky auf und brachte die rund 200 Frauen zum Lachen.

Mit frechen Sprüchen seines papageienähnlichen Vogels und coolen Kontersprüchen fand Tom Prinz, der seit 44 Jahren im Karnevalsgeschäft ist, großen Zuspruch beim Publikum. Den Voerder Stadtprinzen Dieter Kleinpeter holte er anschließend auf die Bühne und machte ihn ebenfalls zur Bauchrednerpuppe, indem er ihm eigene Wörter in den Mund legte.

Mit Witz überzeugt

Ebenfalls mit Witz überzeugte Moderator Timo bei seinen Ansagen, aber auch musikalisch zwischen den einzelnen Programmpunkten mit seiner Band Soundtrack. In weißem Anzug, mit glitzerndem Hemd und einer blauen Brille fiel er nicht nur optisch auf. „Ich habe ihn jahrelang gekannt und nicht gewusst, dass er ein so toller Sänger ist“, so Angelika Merz über Timo. Sie habe daraufhin immer wieder versucht ihn zu überreden, dass er doch mal bei ihnen auftrete. „Wahrscheinlich hat er irgendwann nur zugesagt, damit ich aufhöre zu reden.“ Dass er nicht nur deshalb mitmachte und Spaß am Moderieren und Singen hatte, war ihm anzusehen. Mit einem „Helau“ heizte er die Stimmung weiter an, so dass das Publikum beim Auftritt der Stadtwache Duisburg-Hamborn schon in bester Stimmung war. „Ihr habt euren Prinzen, wir haben unseren Präsidenten, der gleichzeitig der erste Bürgermeister von Duisburg ist, mitgebracht“, wurde der BSV Friedrichsfeld begrüßt.

Dann konnte es auch schon losgehen – mit lautstarker Karnevalsmusik und schweißtreibenden Tänzen sorgten sie bei den Frauen für Begeisterung. Und genau darauf komme es schließlich an, findet Angelika Merz. „Wir wollen Karnevalsstimmung ins Dorf bringen.“ In dieser Form fand das Fest bei ihnen das fünfte Mal statt. Damals wurde Angelika Merz gefragt, ob sie es nicht schade fände, dass es keine Weiberfastnacht bei ihnen gäbe. „Das war der Fehler meines Lebens, dass ich überhaupt geantwortet habe“, sagt sie heute lachend. Aber natürlich mache es ihr trotz des Stresses großen Spaß zu organisieren und wie an diesem Tag mitzufeiern. Nach dem Auftritt der A Capella Gruppe „Five in Harmony“ und des hauseigenen Männerballetts waren am Abend dann auch Männer auf der Tanzfläche erlaubt. So konnten die Jecken bis in die frühen Morgenstunden feiern.

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