Freilicht AG stellt Ausgabe neuer Aktien in Aussicht

Dinslaken..  Vor 17 Jahren war die Idee deutschlandweit wohl einmalig: Um gemeinsam Kultur voranzubringen, wurde in Dinslaken nicht ein Verein gegründet, sondern eine Aktiengesellschaft. 430 Kulturinteressierte zeichneten Aktien im Nennwert von 100 DM für die Neugründung mit dem etwas umständlichen Namen Freilichtspiele Burgtheater Dinslaken Aktiengesellschaft.

Längst kennt man diese nur noch unter den Namen Freilicht AG, und aus dem ursprünglichen Zweck, im Burgtheater dreiwöchige Freilichtspiele mit der Burghofbühne zu veranstalten, wurde die Organisation des Fantastivals. Nun planen Vorstand und Aufsichtsrat, das Kapital von 75 000 Euro auf bis zu 125 000 Euro zu erhöhen.

Die Entscheidung wird am Dienstag, 28. Mai, in der Kathrin-Türks-Halle fallen. Bei der Jahreshauptversammlung ist eine Dreiviertel-Mehrheit der vertretenen Aktien notwendig – wie viel Gewicht die Stimme eines Aktionärs hat, ist vom Gesamtwert seines Aktienpakets abhängig.

Natürlich hoffen Matthias Höyng und Dr. Hartmut Weddige, dass es zu einer Entscheidung für die Kapitalerhöhung kommt. „Wir werden angetrieben durch die vielen Anfragen, ‘kann ich da auch mitmachen’“, so Höyng. Die Erhöhung soll auch der Stabilität dienen, notwendig sei sie aber nicht, betont Höyng. Auch wenn die AG derzeit nur noch über knapp die Hälfte des alten Stammkapitals verfügt.

„Kultur-Dividende“

Trotz ihrer Gesellschaftsform versteht sich die Freilicht AG faktisch als gemeinnützig. Sie ist von ehrenamtlichen Engagement getragen und statt Dividende in Eurobeträgen dürfen die Aktionäre eine „Kultur-Dividende“ erwarten: vielfältige Veranstaltungen im Rahmen des Fantastivals und eine Aktie, die künstlerisch gestaltet werden soll.

100 Euro soll der Nennwert der neuen Aktien betragen, die, wenn der Beschluss gefasst wird, vom 28. Mai an gezeichnet werden können. Um bestehende Mehrheitsverhältnisse nicht zu verändern, steht den alten Aktionären gesetzlich ein Vorzugsrecht zu, man rechnet aber nicht damit, dass dieses ausgeschöpft wird. Wer eine – oder mehrere – Aktien erwerben möchte, muss eine Willensbekundung abgeben (z. Bsp.: unter www.fantastival.de) und den Betrag auf ein eigens eingerichtetes Konto überweisen.

Gezeichnet werden können die Aktien bis entweder 50 000 Euro zusammen gekommen sind, spätestens aber bis zum 30. September. Sollten bis dahin keine 25 000 Euro erreicht sein, bleibt es beim jetzigen Stammkapital.

 
 

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