Firma braucht weiteres Gebäude

Dinslaken..  Es sirrt, flirrt und blinkt in der Werkstatt von TAR Automation. Ohne direktes menschliches Zutun vollführen die hier aufgestellten Maschinen verschiedene Aufgaben. Da werden Messwerte ermittelt und Werkzeuge bewegt, anscheinend wie von Geisterhand. Dafür verantwortlich sind die eigentlichen Produkte des Unternehmens mit dem Sitz an der Straße Drei Eichen in unmittelbarer Nachbarschaft des Bowlingcenters. Denn hier kommt Hochtechnologie nicht nur zum Einsatz – sie wird vor Ort entwickelt. Die Firma kümmert sich um die Automatisierung von Produktionsprozessen, plant für ihre Kunden die entsprechenden Anlagen und setzt diese dann auch um.

Seit seiner Gründung durch Alfred Rachner im Jahre 2002 wächst das Unternehmen immer weiter. „Zurzeit stellen wir etwa konstant zwei neue Mitarbeiter pro Jahr an“, erklärt der Firmengründer. Derzeit besteht das Team aus 14 Personen, die meisten davon sind im eigenen Betrieb ausgebildet. „Wir versuchen, die Stärken unserer Mitarbeiter zu erkennen und sie so einzusetzen, dass sie Spaß an der Arbeit haben“, berichtet der Unternehmensgründer und Geschäftsführer.

Allein im vergangenen Jahr konnte man die Auftragszahlen um 70 Prozent steigern. „Das war eine große Herausforderung für das Team“, sagt Rachner. Diese Entwicklung führte auch zu der Idee, das Betriebsgebäude zu erweitern. Das 2012 bezogene Firmengebäude, damals mit Reserven für eine Vergrößerung der Firma geplant, ist mittlerweile schon zu klein. Wenn alles nach Plan läuft, könnte bis Ende des Jahres neben dem bisherigen Gebäude ein weiteres stehen. „Wir wollen hier neue Arbeitsplätze und auch neue Ausbildungsplätze schaffen“, erklärt Alfred Rachner.

Bis dahin konzentriert sich der 52-Jährige, dessen Söhne Michael (27) und Stefan (23) ebenfalls mit im Betrieb arbeiten, allerdings auf die Entwicklung neuer Produkte. Mit der Unternehmensgruppe Lenord+Bauer aus Oberhausen arbeitet man in einer Kooperation zusammen. „Wir haben ein so genanntes Retrofit entwickelt, das man in ältere Anlagen einbauen kann“, erklärt Alfred Rachner. Quasi ein Ersatzteil mit modernisierter Technik, das bereits weltweit gefragt ist. „Wir haben Kunden in ganz Europa, Indien und Australien“, berichtet er. Die Nachfrage wird wohl auch in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht abreißen.

Zum Kundenkreis, den das Dinslakener Unternehmen mit individualisierten Automatisierungsanlagen ausstattet, gehört auch Unilever, einer der weltweit größten Hersteller von Verbrauchsgütern. Dort Anlagen aufstellen zu dürfen, gilt in Rachners Branche als Ritterschlag: „Ich kenne viele Firmen, die seit Jahren versuchen, dort ihre Technik einzubauen. Wir dürfen es machen“, erzählt Alfred Rachner. Ein Erfolg, auf dem man sich bei TAR Automation allerdings nicht ausruht. Denn man möchte neue Aufgabenfelder erschließen. „In Zukunft möchten wir nicht nur die Automation liefern, sondern auch die Komponenten“, erklärt er. In diesem Zusammenhang sucht die Dinslakener Firma noch nach Kooperationspartnern im Bereich Maschinenbau.

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