Es ist ein langer Weg

Der Bahnhofsplatz steht auf der Maßnahmenliste ganz oben.
Der Bahnhofsplatz steht auf der Maßnahmenliste ganz oben.
Foto: Lars Fröhlich
Dinslakens städtebauliches Konzept sieht Maßnahmen bis 2020 vor. In diesem Jahr geht es um den Bahnhofsplatz, die Gartenschule und die Friedrich-Ebert-Straße.

Dinslaken..  Es ist ein langer Weg, auf den sich die Stadt 2009 aufgemacht hatte. Das Hertie-Haus hatte geschlossen, die Zeche war dicht gemacht worden, der Stadt standen keine rosigen Zeiten bevor. Mit dem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ wird dagegen gesteuert. Im Planungs- und Umweltausschuss wurde Ende 2014 eine Bilanz gezogen und Maßnahmen wurden vorgestellt, die bis 2020 realisiert werden sollen. Gestern stellte Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz die Pläne bei einer Veranstaltung der Kolpingfamilie St. Vincentius vor.

Aus Sicht der Experten, die für die Stadt das Integrierte städtebauliche Konzept fortgeschrieben haben, ist am Bahnhofsplatz der Handlungsbedarf offensichtlich. Er ist das Entree zur Innenstadt, wird dieser Funktion zurzeit aber nicht gerecht. Eine Machbarkeitsstudie liegt vor und der Zeitplan sieht vor, 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Die kalkulierten Kosten liegen bei vier Millionen Euro.

In diesem Jahr wird ein „städtebaulicher Realisierungswettbewerb“ ausgelobt, in dem die Teilnehmer eine konkrete Lösung für die gestalterische Aufwertung aufzeigen sollen. Vorrangiges Ziel der Umgestaltung ist vor allem die Stärkung von Funktionalität und Aufenthaltsqualität sowie der Attraktivität des Bahnhofsplatzes als Eingangstor zur Innenstadt. Die Vorschläge müssen zeigen, wie die Anbindung an und die Verbindung zur Innenstadt maßgeblich verbessert werden kann. Auf Veränderungen der Verkehrsführung, am Busbahnhof und an der Straßenbahn, soll verzichtet werden, da dadurch keine wesentlichen Verbesserungen zu erzielen seien. Das Ziel lautet: Die stadtgestalterischen und funktionalen Defizite sowie die Nutzungsqualität für Fußgänger und Radfahrer verbessern.

Eine Veränderung gibt es 2015 auf der Friedrich-Ebert-Straße: In Höhe Rutenwall wird es eine neue Querung geben. Die Straßenbahn und der Autoverkehr werden auf der Straße nicht mehr getrennt, sondern auf einer Fläche untergebracht sein. Dadurch verringert sich die Fahrbahnbreite, weshalb die Straße dann leichter zu überqueren ist.

Auf der Agenda stehen auch die Eingänge in die Altstadt: das Walsumer und das Eppinghovener Tor. Sie sollen durch eine Umgestaltung aufgewertet werden. Das letztere stelle in seiner heutigen Gestaltung weder den Eingang in die Innenstadt noch einen Bezug zur Altstadt dar.

Alles das hat zum Ziel, die Innenstadt als multifunktionales Zen­trum aufzuwerten. Sie ist ein wichtiger Freizeitstandort und nicht nur ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum.

Die Sanierung der Gartenschule steht auch in der Liste der Maßnahmen, die in diesem Jahr angegangen werden. Ziel ist es, die Schule als Lern-, Sozial- und Lebensraum langfristig zu sichern und als Zentrum für die Bewohner der Innenstadt zu sichern. Sie soll energetisch saniert und barrierefrei werden.

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