Erhöhtes Unfallrisiko für ältere Radfahrer

Dinslaken/Voerde/Hünxe.  Die Senioren und auch Radfahrer bewegen sich in Dinslaken, Voerde und Hünxe im Straßenverkehr unfallstatistisch gesehen auf einem Niveau, „dass sich in den vergangenen Jahren kaum verändert hat. Dennoch ist es aber sicherlich ein noch immer zu hohes Niveau“, sagt Herbert Ickert, Leiter der Verkehrsdirektion im Kreis Wesel mit Blick auf die Zahlen für Dinslaken, Voerde und Hünxe.

Senioren

In Dinslaken waren im vergangenen Jahr 138 Senioren in Unfälle verwickelt, zwei weniger, als noch 2011. Verletzt wurden 55, davon 46 schwer. In Voerde gab 52 Unfälle mit Senioren (2011: 50), 20 Senioren wurden leicht verletzt. Eine 68-jährige Radfahrerin starb auf der Hindenburgstraße, als sie vom Radweg auf die Straße zog, um nach links abzubiegen und dabei mit dem Wagen einer 78-jährigen Pkw-Fahrerin kollidierte.

In Hünxe stehen 14 Unfälle mit Senioren in der Statistik (2011: 19). „Immer mehr ältere Senioren sind fit, kaufen sich Rennräder und sind mobil“, erklärt Herbert Ickert. Das erhöhe natürlich das Unfallrisiko, vor allem bei den älteren Radfahrern. Hier führe oft ein falsches Verhalten und „Unachtsamkeit“ zu Unfällen, so Ickert.

Radfahrer

Konstant auf einem Level sind die Zahlen der verunglückten Radfahrer in Dinslaken mit 118 Unfällen (2011: 117) und Hünxe mit zehn Unfällen (2011: 9) geblieben. In Voerde weist die Statistik mit 34 verunglückten Radlern 16 weniger aus als 2011. Vergleichsweise hoch erscheint der Anteil der verletzten Radfahrer mit 100 in Dinslaken, 32 in Voerde und neun in Hünxe. „Das liegt aber daran, dass Radfahrer keine Knautschzone haben“, sagt Herbert Ickert. Radfahren bleibe einfach gefährlich. Manchmal sei es besser, auf die Vorfahrt zu verzichten. Und: Einen Helm zu tragen und beim Überqueren von Straßen im Zweifel abzusteigen, könne Unfälle vermeiden.

 
 

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