Erhöhte Anforderungen für Sparkasse

Dinslaken..  Dass die Probleme der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe grundlegender Natur sind, unterstreicht eine Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin. Die nennt auf ihrer Internetseite just seit gestern ausgewählte Maßnahmen gegenüber Institutionen oder Geschäftsleitern. Und neben der Shinan Bank Europe, der China Construction Bank und der J.P. Morgan AG steht dort als vierte Veröffentlichung eine Maßnahme gegenüber der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe.

Am 15. Januar 2015 hat die BaFin gegenüber der Sparkasse erhöhte Eigenmittelanforderungen angeordnet. Die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe muss aufgrund ihrer Probleme die Risiken also besser absichern als andere Sparkassen. Nach NRZ-Informationen soll dieser „Sicherheitszuschlag“ stattliche 30 Prozent betragen. Heißt: Für jeden Kredit-Euro muss die hiesige Sparkasse 30 Prozent mehr Eigenkapital als Sicherheit haben als andere Sparkassen. Als Grund nennt die Bafin „Verstöße gegen die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im Sinne des § 25 Abs 1 KWG“. Um aus den Schwierigkeiten zu kommen, wird die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe also auch ablauforganisatorische Schwierigkeiten zu beseitigen haben. „Daran arbeitet der neue Vorstand nach wie vor mit Hochdruck“, hieß es gestern dazu auf NRZ-Anfrage von der Sparkasse. Die erhöhten Eigenmittelanforderungen der BaFin könnten erfüllt werden und seien in dem zu Jahresbeginn artikulierten Finanzbedarf von rund 35 Millionen Euro bereits berücksichtigt.

Wenn die Sparkasse ihre Defizite in der Ablauforganisation beseitigt hat, kann die Bafin die Eigenmittelanforderungen wieder auf das für andere Sparkassen gültige Maß reduzieren.

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