Eine neue Adresse für Dinslaken

Bei der Grundsteinlegung dabei (v.l.): Dipl.-Ing. Architekt Richard Mandel, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Dr. Jochen Stemplewski, Vorsitzender der Emschergenossenschaft, und Norbert Witte vom Kreis Wesel.
Bei der Grundsteinlegung dabei (v.l.): Dipl.-Ing. Architekt Richard Mandel, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Dr. Jochen Stemplewski, Vorsitzender der Emschergenossenschaft, und Norbert Witte vom Kreis Wesel.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
An der Emschermündung in Eppinghoven entsteht ein Infozentrum zum Emscherumbau und zur Emscherkunst – mit Gastronomie und Fahrradverleih.

Dinslaken..  Radeln, Zelten und Kunst schauen: Ab Sommer wird die Emschermündung zum Ausflugsziel für Kulturfreunde und Touristen, wenn am 22. Juni die Emscherkunst Einzug in Dinslaken hält. Zentrale Anlaufstelle soll der „Emschermündungshof“ werden, der derzeit am Hagelkreuz gebaut wird. Gestern hat die Emschergenossenschaft den Grundstein für das Informationszentrum zum Emscher-Umbau und zur Emscherkunst mit Gastronomie und Fahrradverleihstation gelegt.

Anlaufstelle für Touristen

Der Standort ist mit Bedacht gewählt, „und soll auch über die Emscherkunst hinaus bleiben“, erklärte Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. So soll der Hof nicht nur ein Zentrum für Kunstfreunde werden, die zum Beispiel zu zweit oder dritt in einem der 1000 Zelte übernachten wollen, die der chinesische Star-Künstler Ai Wei Wei im Rahmen der Emscherkunst gestaltet. 50 dieser Zelte werden in Dinslaken am Emschermündungshof aufgeschlagen. Ein weiteres Highlight der Emscherkunst dürfte das Projekt „Fluss wird Wolke“ von Rainer Maria Matysik werden, der mit Hilfe eines „Wasserverdampfers“ alle drei bis fünf Minuten Wolken in den Himmel steigen lassen will.

Der Hof soll aber über den Sommer hinaus in den kommenden Jahren ein Freizeitziel bleiben und ein Ort des Lernens, Erlebens und Erfahrens ökologischer Zusammenhänge werden. Und deshalb hat die Emschergenossenschaft Partner wie „RevierRad“, den Nabu oder die Netzwerkinitiative „sevengardens“ ins Boot geholt - auch, um mehr Touristen nach Dinslaken zu locken.

Zahlreiche Fahrradrouten führen bereits am Hof vorbei. „Der Radtourismus hat einen wachsenden Stellenwert in der Region“, sagte Norbert Witte vom Kreis Wesel. Und so soll eine von RevierRad betriebene Radstation Leihräder und einen Reparaturservice bieten.

Der Nabu will den Hof für Workshops und Führungen nutzen, eine Obstwiese anlegen und Nistkästen für Schleiereulen bauen. „Sevengardens“ wird nicht nur ihre Geschäftsstelle dort beziehen, sondern auch einen Färbergarten mit Pflanzen und Bäumen gestalten und mit Besuchern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen in Kursen Farben herstellen.

Nutzen will die Emschergenossenschaft den Hof auch, um über den 50 Millionen Euro teuren Emscher-Umbau zu informieren. Noch werden die Veränderungen nicht sichtbar. „Noch sind sie nur auf einer Karte zu sehen. Aber sie sind ein Zeichen für die Veränderungen in den nächsten Jahren“, erklärte Dinslakens Bürgermeister, Dr. Michael Heidinger. Er ist sich sicher, dass der Hof an der Emschermündung ein Ausgangspunkt für Touristen in die Stadt Dinslaken hinein sein wird.

 
 

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