Eine Kollision mit Musik und Comedy

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Die Musikcomedians von Butterfahrt 5 hatten zu „Butterfahrt 5 kollidiert...“ ins Ledigenheim eingeladen. Dieses Mal zu Gast: Comedian Hennes Bender und die Turmbläser Sankt Marien.

Dinslaken.. Ein Film eröffnet den Abend im Ledigenheim Lohberg. Auf der Leinwand sind die fünf Mitglieder von Butterfahrt 5 zu sehen, die vor dem Dinslakener Bahnhof mit Sack und Pack auf ihren Transport gen Ledigenheim warten. Der kommt schließlich per Van, in den die Musikcomedians verfrachtet werden. Unterwegs werden in der Stadt noch Mönche, Cowboys und eine peruanische Straßenkapelle (immer dargestellt von den Butterfahrt-5-Mitgliedern) eingeladen und alle zusammen zum Ledigenheim verfrachtet. Dort sieht man auf der Leinwand die komischen Musiker auf der Bühne stehen und diese empfangen, als sich die Leinwand hebt, ihre Gäste.

Sänger Philipp grüßt mit einem Bier in der Hand in Richtung Publikum. Dann stimmt das Quintett den Song „The Wild Rover“ an. „Ihr singt das hier in Deutschland auch, nur mit anderem Text“, erklärt der Sänger. Und intoniert den Liedtext von Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ über die Trinkerballade. Die eigentlich bekannte deutsche Version des Liedes „An der Nordseeküste“ wird ebenfalls leicht umgedichtet. Denn dort sind „...die Fischer nur Wasser, wir anderen sind Sand...“. Lacher beim Publikum.

Diese sonderbaren Liedmixturen sind die Spezialität der Mitglieder von Butterfahrt 5. Da tönen auch schon mal Verschmelzungen von Reinhard Meys „Über den Wolken“ und Scooters „Hyper, Hyper“ durchs Ledigenheim. Oder das Quintett demonstriert via Ausdruckstanz zum Lied „Hymn“ von Barclay James Harvest, wie sich Gitarrist Marcus als visueller Lerntyp das Programm einprägt.

Als Gast zu „Butterfahrt 5 kollidiert...“ ist dieses Mal Comedian Hennes Bender angereist. „Als ich noch klein war...“, beginnt der 1,62 Meter große Comedian sein Programm und erntet dafür Lacher. Grund für einen kleinen „Ausraster“ auf der Bühne. „Ach so wollt ihr das haben? Was habt ihr hier denn für Autokennzeichen? IS?“, brüllt er und erntet Lacher und Raunen aus dem Publikum. „Ihr solltet froh sein, dass ihr jetzt durch die Terroristen bekannt seit. Vorher war es Michael Wendler – und das ist doch ein echter Imagegewinn“, erklärt der Comedian.

Dann lässt er sich in Hochgeschwindigkeits-Wortschwall über alle möglichen Themen aus. Dass man in Deutschland abgehört werde, sei doch die eigene Schuld. Das glaubt Bender zumindest angesichts der Sachen, die Menschen auf Facebook und Twitter ermöglichen. „Wir sind früher nicht losgezogen, haben 36 Fotos geschossen und den Film entwickeln lassen, um dann Leuten zu zeigen, was wir vor drei Wochen gegessen haben“, sagt Hennes Bender. Dabei gibts auch Kommentare zu aktuellen Themen. „Wenn ich höre, die Deutschen sterben aus und dann einen Blick auf gewisse Städte im Osten werfe, dann denke ich mir manchmal: Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht“, sagt der Comedian. Beifall vom Publikum.

Doch die Mitglieder von Butterfahrt 5 haben sich auch noch die Turmbläser Sankt Marien eingeladen. Die dürfen mit typischen „Inkamützen“ in den Saal schreiten und die (spanischsprachige) Butterfahrt-5-Version des KISS-Songs „I was made for lovin’ you“ mit dem bekannten Stück „El Condor pasa“ abrunden. Schließlich funken sie dazwischen, als die Musikcomedians mit zwei Flöten und Falsettgesang Deep Purples „Smoke on the Water“ anstimmen wollen. Das machen die Bläser dann doch lieber selbst, während sich Hennes Bender auf der Bühne das Mikrofon schnappt und einfach losrockt. Bomben-Stimmung im Saal des Ledigenheims. Das Publikum feiert mit. Grund genug für Hennes Bender, noch mit einer Ballade nachzulegen: „Oh Mandy“ von Barry Manilow klingt durch den Saal des Ledigenheims.

Nach gut zwei Stunden Programm verabschieden sich die Akteure des Abends gemeinsam vom Publikum, dass ihnen langanhaltenden Applaus spendet. Die nächste Ausgabe von „Butterfahrt 5 kollidiert...“ gibt es am 21. November mit Gaststar Carmela de Feo.

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