Ein rein mineralisches Material

Voerde..  Sack für Sack verschwindet das Material in der Maschine, Wasser kommt hinzu und eine Pumpe presst es in einen Schlauch. Fassaden können mit Styroporplatten oder Glaswolle gedämmt werden. Oder aber mit einem natürlichen und rein mineralischen Produkt, das per Schlauch auf die Hauswand aufgetragen wird. Wolfgang Schneider lässt das Material der Firma Proceram auf eine Wand seines Hauses auftragen.

Es ist ein Selbstversuch, da Schneider für die Herstellerfirma arbeitet. Die Materialien nehmen weniger Wasser auf als andere Dämmstoffe und lassen eingedrungene Feuchtigkeit in unteren Putzschichten aufgrund ihrer Wasserdampfdurchlässigkeit zuverlässig trocknen. Und sie sind nicht entflammbar. Sie zeichnen sich durch eine geringe Wärmeleitfähigkeit aus, wodurch auch bei geringen Auftragsstärken eine hohe Wärmedämmung ermöglicht wird – was wiederum für den Verbraucher weniger Heizkosten bedeutet.

Eine etwa vier Zentimeter Schicht wird zuerst aufgetragen, von oben nach unten, darauf kommt eine Armierungsschicht inklusive Gewebe und ein Kratzputz. Zusammen mit der Funktionsbeschichtung Cerabran-Outside bildet das ein komplettes Dämm-putzsystem. Abschließend kann die Wand farblich gestaltet werden, zur Auswahl stehen 800 Farbtöne.

Wichtig für den Erfolg einer Fassadendämmung: Sie muss Wasser abhalten. Denn wenn über längere Zeit Wasser in die Beschichtung und das Mauerwerk eindringt, dann trocknen die Außenwände nicht komplett ab, die Dammfähigkeit lässt nach und die Heizkosten steigen. Daher sollten Fassadenbeschichtungen wenig Wasser aufnehmen und schnell wieder abgeben.

 
 

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