Ein Kindheitstraum wurde wahr

Dinslaken..  Spannende Minuten am Montagabend für Fresi Fresdorf. Vor drei Wochen stieg seine neue Single „Der Eintritt ist frei“ von Null auf Vier in die Top 17 Hitparade von WDR 4 ein. Danach erreichte sie zweimal Platz Zwei.

Wie werden sich die Hörer jetzt entschieden haben? Fresi Fresdorf, der Schlagersänger mit dem verwegenen Musketier-Bärtchen, der in Duisburg auf Grundschullehramt studiert, muss an diesem Abend lange warten, bis er seine Stimme im Radio hört. Erfreulich lange: „Der Eintritt ist frei“ hat es auf Platz Eins geschafft. Für Fresi geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. „Meine Mutter hörte immer WDR 4, wenn sie vor der Schule Frühstück für mich machte. Ich habe damals als Grundschüler die Lieder mitgesungen und wollte selbst in die Hitparade.“

Das ist ihm nun gelungen. Und auch in der Hitparade des NDR stieg der Titel zwischen klassischem Schlager und tanzbaren Popschlager neu auf Platz Fünf ein. Der Schlüssel des Erfolgs: eine weiche, sympathische Stimme, ein unverbrauchtes Gesicht und das Glück, Menschen getroffen zu haben, die an sein Talent glaubten.

Der Sänger, dessen Vornamen Dennis schon im Kindergarten dem Spitznamen Fresi wich, hatte nie eine Gesangsausbildung. Er sang, wie man so schön sagt, unter der Dusche, später in Karaokeshows. 2006 nahm er auf Anraten seiner Familie und Freunde an der Dinslakener Stimme teil, belegte schließlich den ersten Platz. „Hello“ von Lionel Richie sang er damals. Genau wie bei seinem Auftritt beim Popschlagertag in Menden, wo Produzent Peter Sebastian auf ihn aufmerksam wurde.

Ein englischer Titel, eigentlich ganz und gar untypisch für Fresi. Und für die Schlagerfans. „Ich hatte Angst, dass sie ihn ausbuhen würden“, gibt Rainer Bruckermann zu. Der Dinslakener von der Künstleragentur Schpam-Entertainment betreut Fresi Fresdorf. Doch was damals in Menden zählte, waren Fresis Stimme und Ausstrahlung.

Im September 2009 produzierte Sebastian die erste Single des Dinslakeners, bereits nach einem Jahr erschien das Debüt-Album „ Liebe First Class“. Die Titel stammten aus dem Komponisten- und Texter-Pool des Hamburgers, in dessen Studio auch die No Angels, Bro’sis oder Modern Talking arbeiteten. „Wir haben die Lieder gemeinsam ausgewählt“, erinnert sich Fresi. „Der Eintritt ist frei“ ist nun der erste Hit, der dem Dinslakener sozusagen auf den Leib geschrieben wurde.

Ist es nicht eher ungewöhnlich, das ein Student mit Drei-Zacken-Bart sich zum Schlager bekennt? „Ich mag auch Bon Jovi“, erklärt Fresi Fresdorf. Aber seine Liebe gilt halt seit Kindertagen an dem Schlager. Und er sieht sich in der jungen Generation nicht damit allein. „Oft sind die Leute bei den Konzerten über meinem Alter. Aber ich mache gerade die Erfahrung, dass man immer mehr Jüngere trifft. Das mag am Wendler liegen, aber auch an Formaten wie DSDS, wo in den Motto-Shows Schlager gesungen wird. Auch Dieter Bohlen verlangt mehr Deutsch, mehr Schlager.“

Gefühlvolle Texte, gesungen in leicht verständlichen Worten, auf deutsch. „Der Trend geht in die deutschsprachige Richtung“, sagt Fresi und führt auch den Erfolg der Band Unheilig an. Ebenso wie die Lieder von Yvonne Catterfeld, „auch eine Entdeckung von Peter Sebastian“.

Für Fresi Fresdorf ist also noch viel Luft nach oben. Derzeit wächst sein bundesweiter Bekanntheitsgrad, seine aktuelle Single gehört derzeit zu den 60 meist gespieltesten Liedern in den Radios.

Wer Fresi Fresdorf hier in der Region live erleben möchte, sollte sich das Walsumer Schützenfest am Samstag, 14. Mai, vormerken. Dort singt er übrigens nicht nur selbst, er gehört auch zur Jury des Wettbewerbs „Walsum sucht seinen Superstar“.

 
 

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