Ein Café für den Dinslakener Emschermündungshof

Corinna Meinold
Foto: WAZ FotoPool
Lena Märker bietet in den neu gestalteten Räumen Leckereien aus fairem Handel an. Dazu gibt es im Haus Informationen zur Emscher, Ausstellungen und Seminare.

Dinslaken.  Hell und freundlich empfängt das neue Café „Mats und Mia“ im Emschermündungshof am Hagelkreuz am Samstag die neugierigen Besucher zur Eröffnung. Durch die großen Fenster fällt viel Licht in den Raum, kleine Holztische mit Kerzen und Frühlingszweigen laden zum Verweilen ein und die Gäste fühlen sich sichtlich wohl. Auch wenn noch ein paar Kleinigkeiten fehlen – in der Ecke, in der am Samstag Waffeln gebacken wurden, soll noch eine Sitzecke aufgestellt werden – blickt Betreiberin Lena Märker stolz auf das, was sie innerhalb von zwölf Monaten alleine auf die Beine gestellt hat. Als sie damals das erste Mal auf dem Emschermündungshof war, habe sie sich sofort in den unfertigen Raum verliebt, wie sie erzählt.

Das Konzept für ihr Café hatte Lena Märker schnell im Kopf: Der Schwerpunkt liegt auf fair gehandelten und aus dem Biobereich stammenden Getränken wie Kaffee und Limonaden. Apfelschorle und Cola sucht man hier vergebens. Dazu soll es eine kleine Kuchenauswahl oder Muffins geben. Das ist nicht das einzige Angebot von „Mats und Mia“, Kindergeburtstage können hier gefeiert werden, denn auch die Außenanlage lädt zum Verweilen ein: ein kleiner Spielplatz, Sitzplätze auf der Terrasse und ein Färbergarten, der von Peter Reichenbach betreut wird.

Seminare und Ausstellungen

Es soll Seminare zur Herstellung von Farbe geben, in der Werkstatt können Workshops stattfinden und über dem Café hat Peter Reichenbach ein Atelier eingerichtet, das auch für die Cafébesucher zugänglich ist. Die wechselnden Ausstellungen und Themen – das nächste ist die Bemalung chinesischer Keramik – machten einen Besuch auf dem Emschermündungshof immer lohnenswert, verspricht Reichenbach. Auf diese Weise soll die Emscherbaustelle mit Kunst verbunden werden.

Der Fluss ist aber nicht nur vor der Tür, sondern in Form von Bildern auch an den Wänden im Café präsent. An einer Stelle sieht man sogar noch ein Stück Originalmauerwerk des alten Hauses in der Wand. Dahinter verbirgt sich eine Zeitkapsel mit Gegenständen aus dem April 2013, die zu Beginn des Umbaus des Gebäudes in Beton eingelassen wurde, wie Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft, verrät. Die betreibt im Café außerdem ein Informationszentrum. Ilias Abawi freut sich über die Eröffnung des Cafés, eine engagierte Pächterin und die gute Kombination der Angebote, denn im Sommer stellt der Naturschutzbund einen Bienenschaukasten auf und es können Fahrräder ausgeliehen werden.

Angesichts des anstehenden Emscherumbaus – „Das wird ein richtig grünes Ding“ – sei ein Zentrum vor Ort ideal und mit Café sei es perfekt.