Dokumentarfilm beeindruckte

Fred Spiegel (v. re.) und Festivalkurator Dr. Thomas Ebbrecht (re.) im Kreis der Premierengäste aus Dinslaken.
Fred Spiegel (v. re.) und Festivalkurator Dr. Thomas Ebbrecht (re.) im Kreis der Premierengäste aus Dinslaken.
Foto: Adnan Köse
Das Paul Spiegel Filmfestival Jüdische Welten Düsseldsorf zeigte Adnan Köses Dokumentarfilm „Fred Spiegel - Zeuge der Wahrheit“

Düsseldorf / Dinslaken..  Technisch überarbeitet und deutsch untertitelt erlebte Adnan Köses Dokumentarfilm „Fred Spiegel - Witness of Youth“ am Dienstag seine Premiere in der Black Box, dem Kino im Filmmuseum Düsseldorf.

„Für das Paul Spiegel Filmfestival - Jüdische Welten in Düsseldorf war es eine große Ehre, die Premiere des Films ‘Fred Spiegel - Zeuge der Wahrheit’ ausrichten zu dürfen. Ein Film wie dieser gehört einfach in unser Festivalprogramm“, so Dr. Tobias Ebbrecht, Filmhistoriker und Kurator des Festivals. „Er hält die Erinnerung an den Holocaust wach und erzählt gleichzeitig von einem beeindruckendem Menschen und seinem Leben nach der Befreiung. Darin drückt sich auch etwas von der Vielfältigkeit jüdischen Lebens aus, die wir mit dem Festival zeigen wollen. Außerdem hat der Film einen direkten Bezug zur Region. Es ist uns wichtig, dass unser Filmfestival auch solche Beiträge aufnimmt, die nachvollziehbare Verbindungen zum Publikum stiften und auf diese Weise Brücken schlagen.

„Brücken, die zwischen New Jersey und in Dinslaken fest verankert sind. Zur Premiere kamen nicht nur eine Delegation aus Dinslaken, darunter Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Klaus-Dieter Graf, Gisela Marzin, Jürgen Grafen, Gabriele Khanna mit Schülern der Israel AG, Wolfgang Traud vom Lions Club Dinslaken, der den Film finanzierte, und selbstverständlich Regisseur Adnan Köse, auch Fred Spiegel selbst reiste eigens aus den USA an.

Gegenwart und Vergangenheit

„Er ist ein beeindruckender Mensch, der in einer bewundernswerten Klarheit von seinem wechselvollen Leben erzählt und in der Gegenwart Stellung bezieht“, so Ebbrecht nach der persönlichen Begegnung.

„Fred Spiegel - Zeuge der Wahrheit“ beeindruckt nicht nur durch seine Bilder, sowohl aus Spiegels persönlichen Erinnerungen, Dokumentationen des Holocaust und aktuellen Filmaufnahmen, sondern mindestens ebenso durch das gesprochene Wort. Fred Spiegel spricht alle Texte, auch die Erklärungen aus dem off, selbst. So wird aus dem Medium Film ein unmittelbares, authentisches Zeitdokument.

„Es gibt sehr viele Filme, die den Holocaust thematisieren, aber oft gelingt es nicht, die Geschichte zu zeigen und gleichzeitig von einem persönlichen Schicksal zu erzählen. ‘Fred Spiegel – Zeuge der Wahrheit’ gelingt es, beides zu verbinden“, so der Kurator des Filmfestivals. „Indem er Fred Spiegel an verschiedene Orte begleitet, können die Zuschauer sich ein eigenes Bild machen, indem sie die Gegenwart und die Vergangenheit miteinander in Beziehung bringen.“

 

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