Diskussion über die Trassenführung

  • Gemeinde Hünxe soll Stellungnahme zum Neubau der Ferngasleitung „Zeelink 2“ abgeben
  • Argumente für eine alternative Trasse durch den Dämmerwald
  • Interessierte und Betroffene können Planunterlagen einsehen

Hünxe..  Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zum Neubau einer Ferngasleitung „Zeelink 2“ von Legden nach St. Hubert durch die Open Grid Europe GmbH wurde die Gemeinde Hünxe bis zum 1. Juli um Abgabe einer Stellungnahme gebeten. Hintergrund: Bei der im April durchgeführten Informationsveranstaltung im Rathaus in Schermbeck wurde seitens der aus Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck anwesenden Landwirte massive Kritik an der von den Betreibern der Erdgasleitung vorgeschlagenen Trassenführung geäußert. Unverständnis darüber, dass die neue Erdgasfernleitung nicht im Bereich der vorhandenen Leitungstrasse durch den Dämmerwald, in der sich bereits zwei Ölleitungen, eine Gasleitung, ein Lichtwellenleiterschutzbündel und Leerrohre befinden, verlegt werden soll. Die Gemeinde Schermbeck hatte gefordert, dass dies als Variante untersucht wird.

Zwischen Lippe und Kanal

Dem wollten sich die Hünxer Landwirte anschließen. Dies bedeutet, dass auf dem Hünxer Gemeindegebiet die Trassenführung nördlich der Unterquerung des Wesel-Datteln-Kanals der bereits vorhandenen Leitungstrasse (NWO-Ölpipeline) zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal folgen soll. Der ebenfalls anwesende Vertreter der Landwirtschaftskammer hat in seiner Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren die Argumentation der Landwirte aufgegriffen. Auch aus seiner Sicht ist die alternative Trassenführung die vorteilhaftere, „weil wesentlich weniger landwirtschaftliche Flächen tangiert werden und die Trasse insgesamt nicht so viele wertvolle Böden tangiert, sondern weniger wertvolle sandige Böden, die leichter rekultiviert werden können“. Für die Gemeinde Hünxe ist es zusätzlich von Vorteil, dass der Trassenverlauf auf dem Gemeindegebiet kürzer ist als der der Antragstrasse.

Südlich des Kanals bestehen gegen die beantragte Trassenführung keine Bedenken. Dem Vorschlag der Hünxer Verwaltung, sich der Stellungnahme der Gemeinde Schermbeck mit Untersuchung der Variante anzuschließen, folgte am Dienstag der Planungs- und Umweltausschuss.

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