Dinslakener Betuwe-Initiative löst sich auf

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Ein neuer Vorsitzender konnte nicht gefunden werden. Mitgliederversammlung diskutiert am Montag

Dinslaken..  Der Verein „Betuwelinie - so nicht – Dinslaken e.V.“ steht unmittelbar vor seiner Auflösung. Am Montag soll die Mitgliederversammlung beschließen, dass ein Notar die entsprechenden Schritte einleitet. Das Vereinsvermögen würde nach Ablauf der Fristen im Sinne der Satzung an vier gemeinnützige Vereinigungen aufgeteilt. Wer in Dinslaken von dem Vorhaben der Bahn betroffen ist, muss sich künftig aber nicht unbedingt alleine damit auseinandersetzen: Im Rahmen der Versammlung soll ebenfalls darüber diskutiert werden, wie man sich nach der Vereinsauflösung weiter organisieren und informieren kann.

Dass sich die Bürgerinitiative nach mehr als 22 Jahren auflösen wird, hat mit fehlendem „Nachwuchs“ zu tun. Der langjährige Vorsitzende Heinz Mülleneisen ist seit Monaten schwer erkrankt, seine Stellvertreter können die Aufgaben längerfristig nicht übernehmen. Ein neuer Vorsitzender konnte nicht gefunden werden, die Auflösung des Vereins bleibt der einzige Ausweg.

Bürgermeister Michael Heidinger zeigte im Gespräch mit Vorstandsmitglied Dieter Krüger zwar Verständnis für die Notwendigkeit, den Verein aufzulösen, lobte aber auch die Verdienste der Initiative und bedauerte die Entwicklung. Krüger erklärt indes, dass dem Verein beim derzeitigen Status des Betuwe-Vorhabens eh die Hände gebunden seien. Bis Planfeststellungsverfahren und mögliche Klagen erledigt seien, könnten gut noch fünf Jahre ins Land ziehen. „Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt, denn das Eisenbahnbundesamt entscheidet nur nach Gesetzeslage. Und diese müsste den technischen Möglichkeiten angepasst werden“, so Krüger.

 
 

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