Dinslakenchor gut bei Stimme

Das Offene Singen in der Kathrin Türks Halle.
Das Offene Singen in der Kathrin Türks Halle.
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Offenes Singen in der Kathrin-Türks-Halle war ein Klang- und StimmungserlebnisOffenes Singen in der Kathrin-Türks-Halle war ein Klang- und Stimmungserlebnis

Dinslaken. In Dinslaken werde gerne und viel gesungen, stellte Herbert Freikamp, Vorsitzender der AG musischer Vereinigungen, am Sonntagnachmittag in der Kathrin-Türks-Halle beim Offenen Singen, das gemeinsam mit dem Fachdienst Kultur der Stadt organisiert wurde, fest. Seit 1990 wird das Offene Singen, das der stellvertretende Bürgermeister Thomas Groß als Tradition bezeichnete, veranstaltet. Das Prinzip ist ganz einfach: Das Publikum kann, soll und darf ausdrücklich mitsingen. „Wir alle bilden den Dinslakenchor“, so Groß und Herbert Freikamp erklärte: „Dinslaken ist eine singende Stadt und das wollen wir heute wieder beweisen.“

Das lassen sich die Zuhörer nicht zweimal sagen. Schon das erste Lied, „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen, wird zu einem stimmgewaltigen Klangerlebnis, denn spätestens beim Refrain singen und klatschen alle im Saal mit. Ein toller Start für die musikalische Weltreise, die unter dem Motto „Klangzauber und Rhythmen der Erde“ stand, und der von Birgit Uhlig (musikalische Gesamtleitung) – die ein bisschen dirigiert, damit alle zum gleichen Zeitpunkt fertig sind – das Prädikat „großartig“ bekommt. Genauso geht es weiter mit „Die Gedanken sind frei“, bei dem die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne (s. Kasten) mit dem Publikumschor gut harmonieren. Nachdem alle „Über den Wolken“ waren, gibt es einen musikalischen Zwischenstopp in Spanien mit „Un poquito cantas“. Bevor das Publikum beim Refrain in das Lied einsteigen kann, werden sowohl die hohe als auch die tiefe Lage noch einmal kurz geübt und dann kann es losgehen. Das Offene Singen – es ist eben gleichzeitig Probe und Konzert, die Zuhörer werden zu Sängern.

Egal ob gerade ein mitreißendes Stück wie „Lollipop“, „Barbara Ann“ oder „Halt das Känguru fest“ auf dem Programm steht – das Publikum singt und klatscht kräftig mit, die Kinder tanzen auf der Bühne. Doch auch bei ruhigeren Liedern funktioniert der große Dinslakener Chor, etwa beim Friedenslied „Shalom chaverim“, ein chaotischer Kanon, bei dem man laut Uhlig Einstimmen und Aufhören kann, wie es einem passt. Mit viel Beifall und Jubel bedanken und verabschieden sich das Publikum und die Akteure auf der Bühne voneinander, bevor mit „Thank you for the Music“ ein stimmungsvolles Offenes Singen zu Ende geht, das eines gezeigt hat: Musik verbindet.

Mitwirkende: Din A Capella, Die Schiefen Spieler 1989 e.V. (Kinder- und Jugendchor), Vokalkreis Vokalissimo, Trommelgruppe Siyambo, die Kindergartenkinder des Felix-Kindergartens, Brücher Spatzennest und der Mehrgenerationen Sing- und Musikgruppe „Zauberton“, Kükenchor des Familienzentrums Hiesfeld – und natürlich das Publikum

Am Klavier begleitete Fabian Schneider, die musikalische Gesamtleitung der Veranstaltung hatte Birgit Uhlig.

 
 

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