Dinslaken singt

Auch Dinslakens Bürgermeister Dr.Michael Heidinger sang mit.
Auch Dinslakens Bürgermeister Dr.Michael Heidinger sang mit.
Foto: WAZ FotoPool
Im Burgtheater trafen sich über 1000 Menschen aller Generationen zum !Sing Day of SongIm Burgtheater trafen sich über 1000 Menschen aller Generationen zum !Sing Day of Song

Dinslaken.  Es rauscht ein wenig aus den Lautsprechern. Radio, WDR 2. Um die 1000 Menschen, vielleicht ein wenig mehr, lauschen im Burgtheater Dinslaken gebannt der Stimme des Moderators. Der steht, so sagt er, gerade auf der Bühne des Hans-Sachs-Hauses in Gelsenkirchen. Wo 700 bis 800 Menschen versammelt sind. „Drei – Zwei – Eins“ zählt er den Countdown, im Hintergrund hört man ein Klavier. Auf der Freilichtbühne des Burgtheaters reißt Birgit Uhlig die Hände in die Höhe, die 1000 Menschen - Frauen, Männer, Kinder – stehen auf. „Day of Song!“ ruft die Stimme im Radio.

Und alle fangen an zu singen. Vier Strophen des „Steigerlieds“, die Hymne des auf seine Bergbautradition zurückblickenden Ruhrgebiets, schallen im Burgtheater. Und im Radio. Und darüber hinaus. 32000 Menschen in 61 Städten haben sich für den dritten !Sing Day of Song angemeldet. In Dinslaken sind es überdurchschnittlich viele.

Das liegt zum einen am starken Chorwesen in der Stadt, aber auch an dem Engagement der Schulen und Kindergärten. Hier wurde das Liederheft zum !Sing Day of Song 2014 ebenfalls verteilt. Und nun holt Birgit Uhlig, die wie sie selbst von sich sagt, am liebsten mit vielen Leuten singt, nacheinander die Schiefen Spieler sowie unter anderem Kinder der Averbruchschule, der Hagenschule, der GGS Hühnerheide, vom Ev. Kindergartens „Brücher Spatzennest“ zu sich auf die Bühne. Die singen nicht nur die Lieder vom vielsprachigem „Hey hello!“ bis „Bumerang“, sie haben sogar kleine Choreographien wie den Tanz vom „Schmetterling“ parat. Die Erwachsenen auf den Rängen lassen sich von Birgit Uhlig gerne dazu animieren, mitzumachen. Schließlich geht es beim Day of Song zwar auch um Musik, vor allem aber ums Gemeinschaftsgefühl.

Dank an alle, die mitmachten

Der Day of Song mit seiner hohen Breitenwirkung hat Singen im Ruhrgebiet (noch) populärer gemacht. An der Realschule des GHZ in Hiesfeld hat sich sogar eigens für den Anlass der Schulchor neu formiert. So gilt der größte Dank von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger im Burgtheater nicht der Chorleiterin und Musikpädagogin Birgit Uhlig, in deren Händen die zentrale Veranstaltung lag, Thomas Baumann, dem mit 1867 Teilnehmern einen Tag später der Weltrekord im Shanty-Singen gelang, oder dem Fachdienst Kultur, sondern allen Sängerinnen und Sängern, die in Dinslaken den Day of Song zum mehrtägigen Ereignis machten.

 
 

EURE FAVORITEN