Dinslaken: Grundschul-Ausbau prüfen

Auch der dreizügige Ausbau der Hagenschule soll geprüft werden.
Auch der dreizügige Ausbau der Hagenschule soll geprüft werden.
Foto: WAZ FotoPool
Der Schulausschuss sprach sich mehrheitlich für Erweiterung der Kapazitäten in der Innenstadt aus. Lediglich die Linksfraktion stimmte dagegen.

Dinslaken..  Die Stadtverwaltung soll den dreizügigen Ausbau der Averbruchschule und der Hagenschule prüfen, damit Kinder aus dem Bereich Innenstadt nicht auf Schulen im Außenbereich der Stadt ausweichen müssen. Dafür sprach sich der Schulausschuss am Donnerstag mehrheitlich aus. Lediglich die Linksfraktion stimmte dagegen.

Im Rahmen des Anmeldeverfahrens hatte sich gezeigt, dass die geplanten sechs Eingangsklassen für die drei Innenstadtschulen (Gartenschule, Averbruchschule, Hagenschule) nicht ausreichen werden, da insbesondere im Einzugsbereich der Gartenschule und der Hagenschule mehr Anmeldungen zu erwarten sind und es laut Prognosen den Bedarf nach zwei weiteren Eingangsklassen geben wird. Da ein dreizügiger Ausbau der Gartenschule baulich schwierig und obendrein teuer werden würde, hatte die Verwaltung auf Empfehlung der Sanierungsgesellschaft Prozent vorgeschlagen, die Averbruch- und die Hagenschule zu erweitern. Bisher sind diese Schulen zweizügig geplant.

Für die Fraktion Die Linke erklärte Daniel Schellbach, man werde dem Vorschlag nicht zustimmen, da insbesondere an der Grundschule Lohberg noch Aufnahmekapazitäten vorhanden seien. Um auch kleinere Schulen erhalten zu können, möchten die Linken die Kinder auf diese oder andere Schulen verteilen. Helmut Weinreich (SPD) wies darauf hin, dass Eltern bei der Grundschule freies Wahlrecht haben und nannte den Gedanken „utopisch“, dass Eltern aus der Stadtmitte ihre Kinder nach Lohberg schicken wollen. Michael van Meerbeck (CDU) vertrat in der Frage eine klare Position: Eine dreizügige Schule, argumentierte er, verfüge über mehr Ausstattung und Möglichkeiten als eine zweizügige. Daher sei es zu begrüßen, dass es mehr dreizügige Schulen gibt - selbst wenn dafür ein kleinerer Standort geschlossen werden müsse. Aus Sicht der Schulleiter stellte Bernd Saalfeld fest, man bedauere, dass nicht die Gartenschule ausgebaut werden soll, denn dort besteht der Bedarf. Das letzte Wort in der Sache hat am 23. Juni der Stadtrat.

Fröbelschule schließt 2016

Mit „Bauchschmerzen“ - wie Michael van Meerbeck es formulierte - stimmte das Gremium der Schließung der Fröbelschule zum Sommer 2016 zu. Da im Rahmen eines kreisweiten Förderschulkonzepts auf der rechtsrheinischen Seite nur die Janusz-Korczak-Schule in Möllen für den Schwerpunkt emotional-soziale Entwicklung erhalten bleiben soll, muss die Einrichtung an der Windmühle in Hiesfeld geschlossen werden. Van Meerbeck bezeichnete die Schule als „ein gutes System, das eine Zukunft verdient hätte“. Helmut Weinreich betonte, dass es keine Möglichkeit gebe, die Schließung der Schule zu verhindern, jedoch die Möglichkeit, einen Teil der Förderkompetenz zu erhalten. Mit dem Nachfolgekonzept „Lernen am anderen Ort“ – eine zeitlich befristete Kriseninterventionsmaßnahme für Kinder mit Förderbedarf, die an der Regelschule Schwierigkeiten haben – wird sich der Schulausschuss in der kommenden Woche beschäftigen.

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