Dinkomm sorgt für kabelloses Breitband

Heinz Ingensiep
Die Rheindörfer sollen eine bessere Internetverbindung bekommen.
Die Rheindörfer sollen eine bessere Internetverbindung bekommen.
Foto: WAZ FotoPool

Dinslaken/Voerde/Hünxe. Die Dinkomm GmbH, an der die Stadtwerke mehrheitlich, die Sparkasse sowie die Städte Dinslaken und Voerde beteiligt sind, soll für eine bessere Internet-Versorgung in ländlichen Gegenden wie den Voerder Rheindörfern sorgen.

Damit bestätigt eine Sitzungsvorlage für den Voerder Planungsausschuss den Bericht der NRZ vom 26. Mai, laut dem die Dinslakener Telekommunikationsgesellschaft mbH als mögliche Dienstleisterin das Daten-Manko zwischen Spellen und Götterswickerhamm beheben könnte. Das Unternehmen soll künftig mittels Funk kabelloses Breitbandinternet (WLAN) zur Verfügung stellen, das höhere Übertragungsraten via Internet ermöglicht.

In der Sitzung am Dienstag, 5. Juli, geht es erst einmal um eine Änderung der Dinkomm-Satzung. Die ist nötig, um die neue Dienstleistung zu ermöglichen. Eine Zustimmung des Rates der Stadt Voerde, die mit 4,6 Prozent an der Dinkomm beteiligt ist, dürfte sicher sein. Es besteht außerdem die Option, dass auch Teile von Hünxe von dem Angebot profitieren könnten. Bislang ist die Firma ausschließlich für die eigenen Gesellschafter tätig.

Die „Dinkomm“ hat eine kurzfristig umsetzbare Lösung des digitalen Problems vor allem in den Rheindörfern erarbeitet. Das ist ganz im Sinne der Stadt, denn für die großen Netzanbieter sei so etwas es unwirtschaftlich und die Breitband-Initiative des Kreises werde die Dörfer wohl nicht vor Ablauf von zehn Jahren erreichen, heißt es im Rathaus.

Vorgesehen ist, je eine Sendeantenne am Fördergerüst Lohberg, am Kühlturm des Voerder Kraftwerks, am Mast beim Wasser Bucholtwelmen und am Kamin des Heizwerks Dinslaken anzubringen. Damit könnte neben Voerde auch das Gebiet von Hünxe versorgt werden. Kunden müssen eine kleine Außenantenne und Empfangsgerät im Haus haben. Die Verbindung erfolgt dann über ein Netzwerkkabel.

„Damit könnten mit relativ geringen Investitionen (rund 330 000 Euro) die bisher unversorgten Bereiche mit deutlich verbesserten Übertragungsleistungen (1 bis 4 MBit/Sekunde, eventuell auch 6 MBit/s) bedient werden“, heißt es in der Vorlage. Vorbild sei ein Konzept der Stadtwerke Hameln. Laut einer Marktanalyse könnte das hiesige Projekt fast vollständig (über Kunden) fremdfinanziert werden; die Städte müssten keine Eigenmittel beisteuern.