Die Friedhofsgebühren in Dinslaken sollen 2017 steigen

Die Gebühren für Bestattungen und Nutzungsrechte auf den Dinslakener Friedhöfen sollen steigen. Beschließen muss das allerdings noch der Rat.
Die Gebühren für Bestattungen und Nutzungsrechte auf den Dinslakener Friedhöfen sollen steigen. Beschließen muss das allerdings noch der Rat.
Foto: DETLEV KREIMEIER
  • Finanzausschuss Dinslaken brachte Gebührensatzungen auf den Weg
  • Abfall- und Straßenreinigungsgebühr bleiben, Regenwasser wird billiger, Abwasser teurer
  • Bestattungen werden teurer - mit Ausnahme der Urnengräber

Dinslaken.  Die letzte Steuererhöhung war Dienstag noch einmal Thema im Finanzausschuss – bevor es an die Festsetzung der Gebühren für das kommende Jahr ging.

61 Bürgerbeschwerden zur Grundsteuer B gingen in Dinslaken ein

61 Beschwerden von Bürgern haben die Stadt zur Erhöhung der Grundsteuer B erreicht. Diese soll im Januar um satte 150 Punkte steigen. Das hat die Verwaltung veranlasst, die Bürger am 16. Januar, 17.30 Uhr, noch einmal ins Rathaus zu bitten, um das Thema zu diskutieren. Der Beschluss durch den Rat steht allerdings, die Erhöhung tritt zum 1. Januar in Kraft.

Auf den Weg gebracht wurden anschließend die Gebühren, die die Stadt im kommenden Jahr erheben möchte - beschließen muss diese allerdings noch der Rat.

Bei den Abfallgebühren soll ein Vollservice eingeführt werden

Die Abfallgebühren bleiben auf demselben Stand wie 2016. Neu eingeführt werden soll – nach Vorschlag der Verwaltung – ein gebührenpflichtiger Vollservice für die Tonnen. Heißt: Die Mitarbeiter des Din-Service holen und bringen auf Antrag die Tonnen wieder an ihren Standplatz zurück. Der Service wird je nach Wegstrecke und Entsorgungsrhythmus berechnet.

Die jährlichen Kosten für den Vollservice für Tonnen bis 240 Liter sollen bei 15 Meter Strecke etwa 17 Euro (Entleerung alle 4 Wochen), 34 Euro (alle 14 Tage) bzw 69 Euro (wöchentliche Leerung) betragen. Bei 30 Metern werden 34/69/139 Euro verlangt, bei 45 Metern 52/105/210 Euro, bei 60 Metern wären es 69/139/279 Euro, bei 75 Metern 87/174/349 Euro, bei bis zu 90 Metern (105/210/420 Euro. Für mehr als drei Treppenstufen werden Aufschläge von 13 bis 52 Euro verlangt. Der Service kann nur vom Eigentümer beantragt werden und gilt nicht für die gelbe Tonne.

Die Beseitigung von Schmutzwasser wird teurer

Die Gebühren für die Beseitigung von Schmutzwasser steigen von 2,15 auf 2,33 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühren sinken von 0,85 auf 0,81 Euro. Für eine vierköpfige Familie würde die Änderung der Abwassergebühren insgesamt eine jährliche Mehrbelastung von etwa 30 Euro bedeuten.

Die Nutzung der Leichenzellen wird 40 Euro teurer

Die Friedhofsgebühren steigen – mit Ausnahme der Beisetzungen von Asche-Urnen (minus 3,5 Prozent) – zwischen 4,7 und 5,1 Prozent an. Die Beisetzungsgebühr bei Reihen- und Wahlgräbern zum Beispiel steigt von 602 auf 631 Euro. Auch die Gebühren für die Nutzungsrechte steigen zwischen 8,8 und 3,9 Prozent. Beispiel: Wahlgräbern kosten 1669 statt 1607 Euro, bei Rasengräber 1488 statt 1438 Euro. Die Nutzung der Leichenzellen soll bei Personen über 5 Jahren um 10 Prozent von 370 auf 410 Euro steigen, die Nutzung der Aussegnungshalle von 318 auf 356 Euro. Der städtische Anteil an der Pflege der Friedhofsanlagen wird wie schon im Jahr 2016 auf zehn Prozent gesenkt und liegt dann bei 70.993 Euro. Das wurde bereits im Rahmen des Haushaltskonsolidierungskonzepts 2013 beschlossen.

Die Gebühren für Straßenreinigung und Winterdienst bleiben unverändert.

 
 

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