Der grüne Weg in die Dinslakener Altstadt

Die Stadt stellte Tische und Bänke für das Picknick auf der neu gestalteten Grünanlage zur Verfügung.
Die Stadt stellte Tische und Bänke für das Picknick auf der neu gestalteten Grünanlage zur Verfügung.
Foto: FUNKE Foto Services
Am Samstag wurde das neu gestaltete Areal symbolisch eröffnet. Die Stadt hatte zu einem öffentlichen Familienfrühstück eingeladen.

Dinslaken..  Die Sonne lacht, die Bäume rauschen leicht im Wind, Kinder toben auf einem Abenteuerspielplatz, für Autos ist hier heute kein Durchkommen – der Parkplatz am Rutenwallweg präsentierte sich Samstag in seinem neuen Kleid und war kaum wieder zu erkennen. Was vor Jahren noch als der schäbige „Hinterhof“ der Neustraße galt, ist heute die „grüne Achse“ zwischen Neutor-Galerie und Altstadt.

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger nahm den bundesweit ersten „Tag der Städtebauförderung“ deshalb zum Anlass, das neu gestaltete Areal symbolisch zu eröffnen. Die Stadt hatte deshalb zu einem öffentlichen Familienfrühstück auf der Parkfläche eingeladen. „Heute begehen über 570 Städte und Gemeinden in Deutschland den Tag der Städtebauförderung. Welche besondere Bedeutung hat dieser Tag dann noch für Dinslaken?“, fragte Bürgermeister Michael Heidinger gleich zu Beginn seiner Rede.

Man brauche sich in der Stadt nur einmal umzusehen und schon würde deutlich, wie viele städtebauliche Projekte in letzter Zeit in Dinslaken umgesetzt wurden, viele weitere Maßnahmen stünden noch in den Startlöchern. „Vom Neutorplatz bis zur Altstadt – wir sind mitten drin in einem Veränderungsprozess, der unsere Innenstadt aufwerten wird“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Dabei sollen neben der Steigerung der Attraktivität durch Sanierungen und der Verkehrsinfrastruktur insbesondere die Grünflächen wieder im Mittelpunkt stehen.

„Damals präsentierte sich Dinslaken als „Stadt im Grünen“, heute sagen wir eher, wir sind „das grüne Tor zum Ruhrgebiet“, so Bürgermeister Heidinger. Städtebauliche Fördermaßnahmen von Land, Bund und Europäischer Union bezeichnete er als Glücksfall für Dinslaken: „Nur so war es uns schlussendlich möglich, wichtige Investitionen für die kommenden Generationen zu tätigen.“ Auch der Charakter der Stadtplanung sei heute ein anderer als noch vor wenigen Jahren. Sie finde nicht mehr im stillen Kämmerlein statt, sondern unter aktiver Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern.

Am Vormittag waren bereits Vereinzelte dem Aufruf zum öffentlichen Picknick gefolgt und hatten an den bereitgestellten Picknicktischen Platz genommen. Wer seinen Picknickkorb zu Hause gelassen hatte, musste weder verhungern noch verdursten, für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt. Birgit Tepaß-Küsters war mit ihrem Mann zum Frühstücken an den Rutenwall gekommen, ihrer Meinung nach ist die Umgestaltung des Parkplatzes gelungen: „Es ist hier wirklich schön geworden. So ein öffentliches Picknick dürfte auch ruhig öfter durchgeführt werden.“ Als mögliche Ergänzung zum vorhandenen Angebot für Kinder schlägt sie weitere, fest installierte Tische und Bänke vor: „Eltern gehen mit ihren Kindern vor allem dort zum Spielplatz, wo auch sie Sitzgelegenheiten und Raum für Gespräche vorfinden.“ Auch Evelyn Rucki gefällt es an der „grünen Achse“. Sie lobt insbesondere die Freifläche, die zum Beispiel das Ballspielen ermöglicht. „Vielleicht sollten noch etwas höhere Hecken als Abgrenzung zu den Parkbuchten eingezogen werden, damit durch herumfliegende Bälle kein Konflikt zwischen Kindern und Autofahrern entsteht“, ergänzte Evelyn Rucki.

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