Clinch noch nicht geklärt

Die Stockumer Schule..
Die Stockumer Schule..
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Stockumer Schule: Gespräch zu Differenzen zwischen Stadt und Träger steht aus

Voerde..  Nach wie vor unklar ist, wie es im Clinch zwischen der Stadt und dem Trägerverein des Jugend- und Kulturzentrums Stockumer Schule weiter geht. Zwar gibt es in der nächsten Woche ein Treffen im Rathaus mit Sozialdezernentin Simone Kaspar sowie Amtsleiter Lothar Mertens – dabei aber handelt es sich laut Kaspar um ein „normales Standardgespräch“ mit dem Träger, in dem es unter anderem um konzeptionelle Fragen gehe, nicht jedoch um den möglichen Entzug der Nutzungsgenehmigung und die angedrohte Kündigung des Mietvertrages.

Beides hatte Wilfried Limke als 1. Betriebsleiter des Kommunalbetriebes dem Trägerverein als mögliche Schritte Anfang Oktober in einem Brief angekündigt und als Gründe unter anderem wiederholte Lärmbelästigungen, „eine Sachbeschädigung durch Sprayer“ und das Anbringen von Plakaten mit politischen Meinungsäußerungen an Fassade und Fenstern angeführt. Auch untersagte die Stadt der Einrichtung in jenem Schreiben die für den 12. und 13. Oktober geplante Konzertveranstaltung.

Vor mehr als zwei Wochen hatte Limke erklärt, dem Trägerverein ein Gesprächsangebot gemacht zu haben. Bislang ohne Ergebnis – es gebe noch keinen gemeinsamen Termin, sagte er am Donnerstag auf NRZ-Nachfrage, aber es werde einen geben. „Wir müssen miteinander reden, das nochmal aufarbeiten.“

Der Trägerverein lässt unterdessen das Konzertverbot anwaltlich prüfen, um eine grundsätzliche Klärung für die Zukunft zu bekommen, ob ein solches Vorgehen der Stadt rechtens ist, wie Vorstandsmitglied Martin Römer erläutert. Durch das wenige Tage vor der Veranstaltung erteilte Verbot seien „große finanzielle Mittel“ weg gebrochen. Römer vermutet hinter dem Vorgehen der Stadt die Suche nach Argumenten, die Einrichtung zu schließen, und führt die prekäre Haushaltslage der Kommune an. Auch könnte er sich vorstellen, dass das Haus für andere Zwecke gebraucht wird.

Die gute Nachricht: Das Jugend- und Kulturzentrum wird aller Voraussicht nach die seit einigen Monaten vakante Stelle im pädagogischen Bereich Anfang nächsten Jahres neu besetzen können. Das Bewerbungsverfahren sei beendet, der Nachfolger von Sozialpädagogin Petra Scholz, die das Jugend- und Kulturzentrum an der Schafstege Ende Juni verlassen hat, soll den Mitgliedern am 17. November in einer Versammlung präsentiert werden. „Wir haben den perfekten Bewerber gefunden“, erklärt Vorstandsmitglied Römer und verweist unter anderem auf 20 Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit, die der neue Mann mitbringt.

Geben die Mitglieder grünes Licht, könnte die Stockumer Schule ab 1. Januar 2014 im pädagogischen Bereich wieder „richtig Vollgas“ geben, kündigt der Vorstand auf Facebook an. Um die Öffnungszeiten in den Monaten, in denen die Stelle vakant ist, garantieren zu können, wurde die Stundenzahl der Zweitkraft aufgestockt und es wurden Honorarkräfte zusätzlich eingestellt, wie Römer betont.

 
 

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