Chefsache Betuwe-Linie

Pressegespräch der Bürgerinitiative „Betuwe -so nicht“ mit den Voerder Bürgermeisterkandidaten im Wasserschloss Haus Voerde: (vl) Christian Felix Händel, Martin Mügge, Heinz Markert und die Bürgermeisterkandidaten Patrick Hanraths, Dirk Haarmann sowie Simone Kaspar.
Pressegespräch der Bürgerinitiative „Betuwe -so nicht“ mit den Voerder Bürgermeisterkandidaten im Wasserschloss Haus Voerde: (vl) Christian Felix Händel, Martin Mügge, Heinz Markert und die Bürgermeisterkandidaten Patrick Hanraths, Dirk Haarmann sowie Simone Kaspar.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Die drei Bürgermeisterkandidaten in Voerde stellten sich den Fragen der Bürgerinitiative „Betuwe - so nicht“.

Voerde.  Die Frage hatte Heinz Markert, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Betuwe – so nicht“ ganz klar formuliert: „Wir möchten wissen, wie Sie als Bürgermeister mit der Thematik umgehen“, brachte er auf den Punkt, warum die drei Bewerber ums Bürgermeisteramt in Voerde, Simone Kaspar (für die CDU), Dirk Haarmann (SPD) und Patrick Hanraths (parteilos) ins Haus Voerde geladen worden sind. Es war eine kleine Runde – ohne Publikum.

Simone Kaspar, die selbst von der Betuwe-Linie in Dinslaken betroffen ist und Einwendungen gemacht hat, „allerdings ohne zu wissen, ob sie angekommen sind, ich habe nie eine Eingangsbestätigung bekommen“, sagte zu: „Das wäre für mich Chefsache. Da kann m an sich nicht raushalten“. Dirk Haarmann und Patrick Hanraths nickten zustimmend.

Die Sicherheit an der Bahnstrecke war für alle drei Kandidaten das wichtigste Thema. Und: Bei den Verhandlungen mit der Bahn dürfe es keine Kompromisse geben. „Die Verhandlungen müssen knallhart geführt werden“, so Simone Kaspar. Im Zweifel könne es schon helfen, „eine Klage ernsthaft anzudrohen“, so Dirk Haarmann. Eine Klage sehen alle drei Kandidaten als letztes Mittel – im Schulterschluss mit den anderen Kommunen – „wenn am Ende feststehen sollte, dass berechtigte Forderungen nicht erfüllt werden“, sagte Simone Kaspar.

Lärmschutz und Sicherheit

Die Themen seien klar gesteckt: Ein barrierefrei geplanter Bahnhof in Friedrichsfeld mit Aufzug, Bahnhöfe, die einsehbar sind und ein durchgehender Lärmschutz, der das Stadtbild nicht verunstaltet. „Aluminiumwände sind weder schön, noch sicher von der Lautstärke her. Ich glaube nicht, dass sich dann einer am Bahnhof in Voerde wohlfühlt“, sagte Dirk Haarmann. Der Imageschaden, den Voerde durch den Bahnhof erleide, „landet bei der Stadt“, so Haarmann.

Patrick Hanraths regte einen Aktionstag an, „um Betroffenheit zu erzeugen.“ Beim Stichwort Sicherheit „hat die Bahn die Kommunen alleine gelassen“, sagte der Dinslakener. Fragen nach den Rettungswegen oder der Erdung für die Oberleitungen, die für einen Feuerwehreinsatz auf den Gleisen nötig sind, habe die Deutsche Bahn bislang nicht beantwortet. Auch die Rettungskräfte an der Strecke bräuchten die entsprechende Ausrüstung, wie zum Beispiel Löschwasser, für das die Kommunen aufkommen müssten. Diese Kosten müssten nach dem Verursacherprinzip umgelegt werden, waren sich Haarmann und Kaspar einig. Klar sei: „Wer der Verursacher ist, der zahlt auch“.

 
 

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