Bürger mischen sich ein

Der Stammtisch Blumenviertel trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat in der Gaststätte Gambrinus.
Der Stammtisch Blumenviertel trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat in der Gaststätte Gambrinus.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Der Stammtisch Blumenviertel setzt sich für seinen Stadtteil ein.

Dinslaken.  Es ist Donnerstagabend, in der Gaststätte Gambrinus an der Hünxer Straße sitzt der Stammtisch Blumenviertel zusammen – wie jeden ersten Donnerstag im Monat – um über Aktionen im und Themen rund um den Stadtteil zu sprechen. Seit Oktober trifft sich der Stammtisch, der sich aus einer anderen Gruppe entwickelt hat, bei Gambrinus.

Das Ziel ist es, die Gemeinschaft im Blumenviertel zu fördern und eine Nachbarschaft aufzubauen, die momentan noch fehle. Der Stammtisch dient den Aktiven im Stadtteil als Austausch untereinander und um sich besser kennen zu lernen. So können Termine abgesprochen und Aktionen koordiniert und geplant werden, „damit überhaupt etwas passiert“, so der Tenor der Gruppe. So wurden beispielsweise Veranstaltungen wie der Blumenmarkt oder der lebendige Adventskalender organisiert.

Doch nicht nur Aktionen zur Belebung des Stadtteils werden in der Runde geplant, es geht auch um Themen, welche die Bürger des Blumenviertels bewegen – sei es die Kinderbetreuung oder die geplante Schließung der Sparkasse. Jeder, der zum Stammtisch kommt, kann sein Thema mitbringen und seine Interessen vortragen. Diese werden von den Anwesenden besprochen und Vorschläge zur Veränderung gemacht, die wiederum an das Quartiersmanagement des Projekts Blumenviertel (Büro an der Talstraße) weitergeleitet werden, denn innerhalb dieses Rahmens können Projekte durchgeführt und finanziert werden.

Veränderungen bewirken

Der Stammtisch hat auch das Gefühl, mit seinen Ideen etwas bewirken zu können, beispielsweise hat die Runde mit ihren Vorschlägen daran mitgewirkt, dass der Wald an der Luisenstraße gesäubert und der Spielplatz an der Sedanstraße renoviert wurde. Ein wichtiges Thema, auch in 2013, wird der Mehrgenerationenplatz sein und damit verbunden die Frage, wie Schüler und Senioren sich gemeinsam darum kümmern können.

Beim ersten Treffen im neuen Jahr lag am Donnerstagabend der Fokus vor allem darauf, wie sich die Gruppe in Zukunft besser aufstellen kann. Demnach ist eine Umbenennung des Stammtisches in Bürgertreff Blumenviertel denkbar, um auch nach außen hin sichtbar zu machen, dass es sich bei der Gruppe um Aktive handelt, die sich die Politik der kleinen Bürger zum Ziel gesetzt hat.

Die Bürger befragen

Weitere Überlegungen sind, sich mit Gruppen aus anderen Stadtteilen zu vernetzen und bei den Bürgern nachzufragen, welche Themen sie bewegen. Dies könnte beispielsweise mit einer regelmäßig stattfindenden Befragung auf dem Wochenmarkt geschehen.

Doch nicht nur organisatorische Ideen wurden für das neue Jahr auf den Tisch gebracht, sondern auch erste inhaltliche: So wurde die Überquerungshilfe an der Klara-straße als Problem benannt, da durch die gegenüberliegende Bushaltestelle ein Engpass entsteht, wenn der Bus hält und viele Leute aussteigen. Der Stammtisch Blumenviertel hat also genug zu tun im neuen Jahr.

Der Stammtisch Blumenviertel ist eine Gruppe von Bürgern, die sich für ihren Stadtteil engagieren und Vorschläge zu Veränderungen oder Verbesserungen machen, und versteht sich auch als Impulsgeber, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Beteiligen kann sich jeder, der Interesse hat: Privatpersonen, Vereinsmitglieder oder Einrichtungen. Kontakt zum Quartiersmanagement Projekt Blumenviertel, mit dem der Stammtisch eng zusammen arbeitet: Silke de Roode, Telefon 02064/4288151. Der Stammtisch trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr in der Gaststätte Gambrinus, Hünxer Straße.

 
 

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