Brunnen soll Wasserspiel weichen

Der Brunnen soll weichen.
Der Brunnen soll weichen.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Auf dem Friedrichsfelder Marktplatz ist im Bereich der Sitzbänke ein Düsenfeld geplant. Die Stadt will schauen, dass die Anlage zum Sommer in Betrieb geht

Voerde.  Die Tage des alten Brunnens auf dem Marktplatz in Friedrichsfeld sind gezählt: Die seit Monaten auf dem Trockenen liegende Anlage, die inmitten der Sitzbänke steht, soll in absehbarer Zeit einem kleinen Wasserspiel weichen, wie Wilfried Limke, Erster Betriebsleiter des Kommunalbetriebes (KBV), auf Nachfrage der NRZ bestätigt.

Die Rückkehr des alten Brunnens auf den neugestalteten Marktplatz war in Friedrichsfeld auf Kritik gestoßen. Einstimmig sprach sich die Vereinsgemeinschaft im vergangenen Herbst dafür aus, dass die Arbeit des Voerder Künstlers Karl Heiduck nach der Baumaßnahme auf dem Marktplatz ausgedient haben sollte (die NRZ berichtete). Die Anlage, die vor der Neugestaltung der Fläche abgebaut und deren fest im Boden verankertes Becken dabei zwangsläufig zerstört wurde, sei viel zu bombastisch für den neuen Standort, beschränke den Sichtkontakt zwischen Menschen, die sich auf die Bänke setzen, hatte der erste Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Werner Ellenberger, argumentiert und alternativ ein kleines, bescheidenes Wasserspiel vorgeschlagen.

Die Stadtverwaltung setzte sich laut Limke mehrere Male mit der Vereins- und mit der Werbegemeinschaft zusammen, um über eine Nachfolgelösung zu reden. Man habe sich relativ schnell auf ein Modell geeinigt. So sollen dort, wo heute der alte, funktionslose Brunnen steht, künftig im Boden versenkte Düsen „Wasser speien“, wie Limke erläutert. Eine Brunnenanlage ist dort ohnehin vorgesehen, eine Kammer bereits eingebaut. Die Bänke bleiben an ihrem jetzigen Standort – wenn erforderlich, werden sie nur etwas versetzt. Das Element Wasser werde akustisch, optisch und über den Tastsinn erlebbar, erklärt Limke. Auch ist ein solches Wasserspiel bei Kindern überaus beliebt, wie ein Blick in andere Städte zeigt.

Was die Umsetzung betrifft, sieht es nach Angaben von Limke so aus, dass sich das vorhandene Grundwasser dafür eignet, die Düsen zu speisen. Ist das Wasser zum Beispiel zu stark eisenhaltig, würde es sich braun färben – was die Optik einer solchen Anlage im wahrsten Sinne trüben würde. Doch das scheint nicht der Fall zu sein, wie Limke erklärt.

Die Verwaltung ist im Moment dabei, noch einige Punkte zu prüfen. Zu den Kosten, die für das Wasserspiel anfallen würden, kann Limke endgültig entsprechend noch nichts sagen. Nur so viel: Die Maßnahme lasse sich aus dem Topf für die im vergangenen Jahr erfolgte Marktplatzumgestaltung finanzieren. Lange soll das Wasserspiel nicht auf sich warten lassen: Die Stadt möchte, dass es zum Sommer „bespielbar“ ist.

Anderer Standort gesucht

„Das ist eine gute Sache“, kommentiert Dirk Wennmann die jetzt angestrebte Lösung. Der erste Vorsitzende der Friedrichsfelder Werbegemeinschaft hat nur zwei, drei technische Dinge, die er moniert. Auch sein Kollege von der Vereinsgemeinschaft sieht die Sache positiv. „Das ist ein guter Vorstoß“, sagt Werner Ellenberger. Für den alten Brunnen soll Limke zufolge noch ein geeigneter Alternativstandort gefunden werden. Die Skulptur lasse sich andernorts leicht wieder aufbauen, besteht sie doch aus mehreren Einzelelementen.

 
 

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