Bobby-Car-Rennen in Bruckhausen

Mathias Scheithauer (li.) und Dietmar Hahn wollen ein Bobby-Car-Rennen in Bruckhausen organisieren und suchen noch Mitstreiter.
Mathias Scheithauer (li.) und Dietmar Hahn wollen ein Bobby-Car-Rennen in Bruckhausen organisieren und suchen noch Mitstreiter.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Dietmar Hahn und Mathias Scheithauer suchen noch Mitstreiter.
  • Im Mai 2017 könnte am Premiere sein
  • Beim Bobby-Car-Stammtisch am 5. Juli werden Ideen gesammelt.

Hünxe.  Erinnern Sie sich noch an Ihr letztes Mal? Dietmar Hahn schon: „Das war in unserer Küche, ich bin mit meinem Sohn Wettrennen um den Küchentisch gefahren.“ Ist schon ein paar Jahre her. Seitdem hat er nicht mehr auf dem Bobbycar gesessen. Bis jetzt. Gemeinsam mit Mathias Scheithauer (40) will Dietmar „Didi“ Hahn (49) im Mai 2017 in Bruckhausen ein Bobbycar-Rennen organisieren – dafür suchen sie noch Mitstreiter. Natürlich wollen die beiden auch mitfahren - und haben fürs Foto schon einmal hinters Steuer gesetzt.

Warum, fragte eine Bekannte der beiden neulich in einer Hünxer Facebookgruppe, gibt es eigentlich das Seifenkistenrennen in Bruckhausen nicht mehr? Tja, warum eigentlich nicht? Die Frage war die Initialzündung für eine Idee, die den beiden überzeugten Bruckhausenern schon lange im Kopf herumschwirrt: Bobby-Car-Rennen. „Seifenkisten sind zu aufwändig“, begründet Dietmar Hahn den Fahrzeugwechsel. Ein Bobby-Car hat jedes Kind und wenn nicht hat es fast jeder Trödelmarkt „für ‘n Fünfer“, schätzt Hahn, der zum Fototermin die Gefährte seiner längst dem Bobby-Car-Alter entronnenen Kinder mitgebracht hat. Wobei: entronnen? Eigentlich ist man nie zur alt für die bunten Flitzer. Höchstens zu lang. „Aber dafür kann man die ja tunen“, sagt Dietmar Hahn. Heißt in diesem Fall nicht tiefer legen. Sondern: Die Renn-Cars werden höher gelegt: Lenkrad hoch und andere Bereifung. Damit die Beine nicht die Lenkung blockieren und der Fahrer die 50 Kilo Tragkraft, die der rote Klassiker laut Hersteller hat, nicht sprengt. Schwung holen ist ohnehin nicht vorgesehen - einfach draufsetzen und los. Der Brömmenkamp wäre eine potentielle Strecke.

Genaue Vorgaben wollen die beiden für das Rennen nicht machen, sich nicht in den Vordergrund drängen. Dietmar Hahn und Mathias Scheithauer sind schon im Orga-Team von „Rock am See“ und sind quasi das Orga-Team der Kultbühne Bruckhausen. Bei der Organisation eines Bobby-Car-Rennens würden sie gerne helfen aber „den Hut“, sie Hahn sagt, gerne auch anderen überlassen. Nun suchen sie Menschen, die Spaß daran hätten. Am 5. Juli, 19.30 Uhr, ist das erste Bobbycar-Stammtisch-Treffen in der Gaststätte Rühl. Dort sollen Ideen gesammelt werden.

Vision „Stadt“-Meisterschaft

Einige hat das Duo natürlich schon auf Lager: So könnte es verschiedene Altersklassen geben, in Abstufungen von 3 Jahren bis ganz alt. Die Kinder könnten an einem kleineren Hang starten. Ob die Rennregeln des Bobby-Car-Sport-Verbands übernommen werden oder ob es ein reines Spaßrennen wird, müsste der Stammtisch beschließen. Einen Preis für das schönste Bobbycar könnte es geben - Schnelligkeit ist nicht alles. „Aber das sind alles nur Ideen, wir sind ganz offen“, sagt Hahn.

Vor allem soll das Rennen Spaß bringen – denen, die mitmachen und denen die zugucken. Es geht darum, „etwas in Bruckhausen zu machen, wo man hingehen und einen schönen Tag haben kann“, so Scheithauer. Vielleicht, so hoffen die beiden, fänden sich auch Jugendgruppen, die beim Tunen der Cars helfen. Und vielleicht, das wäre eine Vision der Ideengeber, gibt es irgendwann eine Bobby-Car-„Stadt“-meisterschaft, bei der alle Ortsteile Hünxes gegeneinander antreten.

 
 

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