Begabung und Engagement macht Vorbilder

Vier junge Menschen wurden in Lohberg von den Rotariern für ihre Leistungen und ihr Engagement geehrt.
Vier junge Menschen wurden in Lohberg von den Rotariern für ihre Leistungen und ihr Engagement geehrt.
Foto: WAZ Fotopool
Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken zeichnete in Lohberg vier junge Menschen aus

Dinslaken..  Ein Vorbild zu sein, sei keine Selbstverständlichkeit, sagte Veit Veltzke, Vorsitzender der Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken, gestern Vormittag im Ledigenheim. Doch genau das zeichnete die Jugendstiftung bei der 14. Preisverleihung aus. Aus fünfzehn Bewerbern wurden die vier Preisträger Jasmin Ernst, Waldemar Koch, Rebekka Bonacker und Michael Hillringhaus ausgewählt und für ihre hervorragenden Leistungen in den Bereichen Sport, Handwerk, soziales Engagement und Musik gewürdigt.

Bevor die jungen Leute ihre Urkunden und Preisgelder von jeweils 1500 Euro erhielten, unterhielt Metin Tolan, Physikprofessor an der Technischen Universität Dortmund, die Anwesenden mit seinem Festvortrag „Geschüttelt, nicht Gerührt! James Bond im Visier der Physik“. Darin erklärte Tolan mit viel Humor und Sachverstand, unter welchen Umständen James Bond im freien Fall von einer Klippe ein Flugzeug einholen kann und warum er seinen Martini lieber geschüttelt als gerührt trinkt. Passend dazu wurde die Preisverleihung musikalisch ausdrucksstark von Christian Dülligen mit Filmmusiken am Klavier begleitet.

Im Mittelpunkt standen jedoch die vier jungen Preisträger. Die 17-jährige Jasmin Ernst betreibt seit 2007 Taekwondo. Letztes Jahr im Herbst wurde sie zwei Tage vor der Weltmeisterschaft in Spanien von Nierenkoliken geplagt, doch die Operation musste warten, erst holte sie mit ihrer Mannschaft den zweiten Platz. Auch in diesem Jahr sicherte Jasmin bei der Europameisterschaft in Italien ihrem Team die Bronzemedaille. „Sie hat nie aufgegeben“, sagte ihr Vater in seiner Laudatio.

Es ist ist die Willensstärke, die die Preisträger mit ihren vielseitigen Leistungen gemeinsam haben. Waldemar Koch wurde von seinem Chef Thorsten Neuenhoff als „tüchtiger und engagierter Lehrling“ gewürdigt, dessen Ausbildung zum Fahrzeuglackierer dank Fleiß und Ehrgeiz um ein halbes Jahr verkürzt werden konnte. Der 24-Jährige wurde Innungsbester, im beruflichen Wettbewerb kam er auf Bundesebene auf den vierten Platz. „Ein Aushängeschild für meinen Betrieb“, so Neuenhoff. Ein schwerer Unfall und Verletzungen am Bein machen es Waldemar Koch momentan nicht möglich, zu arbeiten, doch die Rehazeit nutzt er, um die Theorie der Meisterschule zu machen.

Rebekka Bonacker engagierte sich während der Schulzeit in der Schülervertretung und bemühte sich im Projekt „Sprache verbindet“ um Integration. Dass ihr das soziale Engagement am Herzen liegt, hört man nicht nur bei der Laudatio, man sieht es ihr auch an. Die 20-Jährige freute sich, mit dem Preis die Bestätigung zu erhalten, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen habe. Das tat auch Michael Hillringhaus. Ihm wurde ein Hauptschulabschluss prognostiziert, doch der 21-Jährige hat einen Traum: professioneller Musiker. Mit Mut, Ausdauer und seinem Ziel vor Augen schaffte er die allgemeine Hochschulreife, nahm als Schlagzeuger erfolgreich an Musikwettbewerben teil und bereitet sich jetzt auf die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium vor.

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