Auszeichnung für engagierte, junge Menschen

Die Rotary-Jugendstiftung verlieh am Sonntag die Förderpreise (v.l.): Dr. Hans-Joachim Luboldt und Max Trapp aus dem Stiftungsvorstand, die Preisträger Jan Krüßmann, Vincent Lehr, Janina Jablonski, Nana Avdalova und Phillip Spickschen sowie Stiftungsvorsitzender Dr. Veit Veltzke.
Die Rotary-Jugendstiftung verlieh am Sonntag die Förderpreise (v.l.): Dr. Hans-Joachim Luboldt und Max Trapp aus dem Stiftungsvorstand, die Preisträger Jan Krüßmann, Vincent Lehr, Janina Jablonski, Nana Avdalova und Phillip Spickschen sowie Stiftungsvorsitzender Dr. Veit Veltzke.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
  • Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken vergab am Sonntag Preise für besondere Leistungen
  • Fünf Jugendliche wurden für ihr Engagement gewürdigt
  • Sie zeichnen sich zum Beispiel durch Beharrlichkeit oder durch ihren Dienst an anderen aus

Dinslaken..  Es ist ein wenig in Mode gekommen, die heutige Jugend schlechter zu reden, als sie ist. Wie gut, dass die Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken mit ihrem Förderpreis jene jungen Menschen in den Fokus rückt, die – allen Unkenrufen zum Trotz – großartiges Engagement und Interesse zeigen. „Wir möchten Jugendliche mit einem besonderen Leistungsprofil auszeichnen“, erklärte der Stiftungsvorsitzende Dr. Veit Veltzke am Sonntag bei der Vergabe im Ledigenheim in Lohberg.

Phillip Spickschen zum Beispiel engagiert sich im freiwilligen, sozialen Jahr im Ev. Krankenhaus Wesel. Seine Abiturnote von 1,5 reichte nicht für eine direkte Zulassung zum Medizinstudium. Den Traum, Arzt zu werden, verfolgt der Jugendliche aber schon länger. Nach Praktika in zwei Krankenhäusern, einer Ausbildung zum Rettungsassistenten und ehrenamtlichem Engagement in diesem Bereich, dürfte er schon mehr Vorwissen für den Arztberuf haben als viele andere. Für seinen Dienst an anderen und die Beharrlichkeit bei der Erfüllung seines Lebenstraumes, zeichnete man ihn mit dem Preis aus. Auch Janina Jablonski ist überdurchschnittlich engagiert. Egal, ob es darum geht, anderen Schülern Nachhilfe zu geben oder sich bei der DLRG Orsoy als Rettungsschwimmerin zu engagieren und junge Menschen auf dem Weg zum Seepferdchen zu begleiten. Daneben bringt sie auch noch auffallend gute schulische Leistungen. Die Jugendstiftung zeichnete sie für ihren Dienst an anderen und ihr vielseitiges Engagement aus.

Eine besondere Zielstrebigkeit kann man auch Nana Avdalova attestieren. Von Moskau aus führte sie ihr Lebensweg über Georgien und die Türkei nach Serbien. Unterwegs schnappte die junge Frau alle möglichen Sprachen auf, bevor sie, kurz vor ihrem Abitur, mit ihrer Familie nach Deutschland kam. Hier angekommen, lernte sie rasend schnell Deutsch und ging ans Berufskolleg Dinslaken, um ihr Fachabitur nachzuholen. Als man ihr während eines Praktikums bei der Agentur für Arbeit direkt eine Ausbildungsstelle anbot, sagte sie zu. Sie zeichnete die Jugendstiftung für ihre Opferbereitschaft und ihre Beharrlichkeit aus.

Für ihre außerordentlichen Leistungen im Bereich des künstlerischen Kurzfilms wurden Vincent Lehr und Jan Krüßmann ausgezeichnet. Die beiden Schüler des Gymnasiums Voerde sind ein eingeschworenes Team, wenn es ums Filmen geht und stellen ihre Fähigkeiten auch gerne in den Dienst ihrer Schule, zum Beispiel bei der Erstellung eines Imagefilms für das Gymnasium Voerde.

Am Ende gab es Applaus für die jungen Preisträger. „Der Kontakt zu den Preisträgern soll nachhaltig sein, wie unser Engagement“, sagte Dr. Veit Veltzke. Denn schließlich seien die engagierten, jungen Menschen das beste Mittel gegen eine „Schlafkrankheit der Seele“, wie Festrednerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers in ihrer Rede beschrieb.

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