Ausbildungszentrum eröffnet

Im neuen Ausbildungszentrum (v.l.): Azubi Fabio Chanboura, Bilfinger-Geschäftsführer Gerd Lesser, Bürgermeister Leonhard Spitzer, BBS-Geschäftsführer Dr. Georg Gasteiger und Niederlassungsleiter Stefan Brings.
Im neuen Ausbildungszentrum (v.l.): Azubi Fabio Chanboura, Bilfinger-Geschäftsführer Gerd Lesser, Bürgermeister Leonhard Spitzer, BBS-Geschäftsführer Dr. Georg Gasteiger und Niederlassungsleiter Stefan Brings.
Foto: WAZ FotoPool
Die Babcock Borsig Steinmüller GmbH setzt verstärkt auf den eigenen Nachwuchs.

Voerde..  Ein neues Ausbildungszentrum eröffnete gestern die Babcock Borsig Steinmüller GmbH (BBS) im Industriepark auf dem ehemaligen Babcock-Gelände. In der bestehenden Niederlassung wurden auf rund 500 Quadratmetern ein großer Werkstattraum, ein Mess- und Kalibrierungsraum, ein Wartungslager, ein Besprechungsraum und zwei Ausbilder-Büros realisiert. Die Räume befinden sich im ersten Obergeschoss über der Elektrowerkstatt. Dort können nun die Auszubildenden, vor allem angehende Industrie- und Konstruktionsmechaniker, die praktischen Module ihrer Ausbildung absolvieren, die nicht vor Ort auf der Baustelle gelehrt werden. Die BBS ist im Bereich Dienstleistungen bis hin zur Ingenieurtätigkeit vor allem für die Energieindustrie im Kraftwerksbau tätig. In diesem Segment sei eine fundierte Ausbildung besonders wichtig, da Qualität, Genauigkeit und Zuverlässigkeit geforderte Größen seien, legte Gerd Lesser, Geschäftsführer der Bilfinger-Gruppe, zu der die BBS gehört, dar. Es sei also zwingend notwendig, in die eigene Ausbildung zu investieren, um die Qualität der Arbeit sicherzustellen, so Lesser.

2007 mit der Ausbildung begonnen

Da Ausbildungs-Kooperationen mit Unternehmen wie dem TÜV oder der RWE aus unterschiedlichen Gründen in den letzten Jahren zurückgefahren wurden, müsse man nun noch stärker die eigene Ausbildung von Arbeitern bis hin zu Führungskräften in den Fokus rücken. Nach der Babcock-Insolvenz 2002 begann die BBS 2007 wieder mit der Ausbildung. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 59 Auszubildende, zum 1. September werden 24 neue Azubis eingestellt.

Bürgermeister Leonhard Spitzer freute sich über die neue Ausbildungswerkstatt als Bekenntnis zum Standort Voerde. Arbeitsplätze seien ihm immer wichtig, die Ausbildung junger Menschen habe darüber hinaus einen besonderen Stellenwert. Gerade deshalb, weil wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Voerde immer noch rar gesät seien. „Das hier ist das Ergebnis einer Entwicklung, die man noch vor ein paar Jahren so nicht absehen konnte - aber das gilt für das gesamte ehemalige Babcock-Gelände“, sagte der Bürgermeister zufrieden. Und die Entwicklung soll sich bei BBS auch weiter positiv gestalten. Bilfinger-Geschäftsführer Gerd Lesser kündigte an, im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen die Lagerung von Ausrüstungsgegenständen in Voerde zu konzentrieren.

 
 

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