Aus den USA zur Kreuzband-Operation nach Dinslaken

Christine Terry nach der Operation im Dinslakener St. Vinzenz-Hospital.
Christine Terry nach der Operation im Dinslakener St. Vinzenz-Hospital.
Foto: privat
Sportmediziner des St. Vinzenz-Hospitals nähen gerissene Kreuzbänder statt sie zu ersetzen. Eine Patientin reiste wegen dieser Methode aus den USA an.

Dinslaken.. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Sportmedizin und Alterstraumatologie des St. Vinzenz-Hospitals scheint einen so guten Ruf zu haben, dass dieser nun auch über den großen Teich gedrungen ist.

Jedenfalls kam Christine Terry aus San Francisco nach einem Ski-Unfall mit vorderer Kreuzbandverletzung kurzerhand nach Dinslaken, um sich mit einem speziellen Verfahren von Chefarzt Dr. Wolfgang Zinser operieren zu lassen. Die spezielle Behandlung, die das Team um Dr. Zinser anbietet, wird nicht in den Vereinigten Staaten durchgeführt.

Kreuzband wird genäht und ist wieder sporttauglich

Dabei wird das gerissene Kreuzband genäht und so eine sporttaugliche Stabilität des Kniegelenkes wieder erlangt. Bisher wurde üblicherweise nach einem vorderen Kreuzbandriss, das Band mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Der Erhalt und die Heilung des ursprünglichen Kreuzbandes haben jedoch für den Patienten entscheidende Vorteile: Das Operationstrauma ist viel geringer, wichtige Rezeptoren des eigenen Kreuzbandes werden erhalten. Diese sind für die Kniefunktion nach heutigem Kenntnisstand wichtig und können bei der bisherigen Methode, einem vorderen Kreuzbandersatz durch eine Sehne, nicht erhalten werden.

Man erhofft sich zudem durch die neue Methode, dass die Entstehung einer Arthrose nach einer solchen Verletzung reduziert werden kann und die Patienten schneller wieder zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit zurück kommen.

Sogar Ski-Fahren ist nach der OP wieder ohne Probleme möglich

Christine Terry jedenfalls hat die Operation gut überstanden. „Die Patientin hatte Glück, dass es sich bei der Verletzung um eine ganz isolierte vordere Kreuzbandverletzung handelte, ansonsten war das Kniegelenk komplett in Ordnung. Damit hat sie eine sehr gute Chance ihre volle Leistungsfähigkeit rasch wieder zu erreichen und in der nächsten Ski-Saison wieder auf ihren Brettern zu stehen“, so Dr. Zinser. Frau Terry wurde mittlerweile entlassen, wohnt in einem Hotel und besucht nun noch ein paar Tage die ambulante Physiotherapie des Hospitals. Ihren Rückflug in die USA hat sie für den 7. Februar gebucht.

 
 

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