Asyl: Kritik an Kaufplänen

Voerde.  „Sehr überrascht“ hat FDP-Ratsmitglied Bernhard Benninghoff die Nachricht, dass die Stadt erwägen soll, die Liegenschaft der Familie Saathoff an der B 8 zu kaufen und das ehemalige Hotel als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen. Um die 40 Plätze sollen dort entstehen können. „Ich wehre mich gegen eine solche Idee und werde ihr im Stadtrat nicht zustimmen, weil sie dem nicht gerecht wird, was bisher jedenfalls übereinstimmende Ansicht dort war“, betont Benninghoff. Abgesehen davon, dass ein solcher Kauf „eine völlig falsche Investition“ sei und Voerde dafür kein Geld aufwenden dürfe, das nicht vorhanden sei, habe bisher Einigkeit darüber bestanden, „dass Flüchtlinge und Asylbewerber in Voerde nicht am Stadtrand oder an entlegenen Plätzen isoliert untergebracht werden sollen, sondern in möglichst allen Stadtteilen inmitten unserer Gesellschaft, um so eine rasche Integration zu ermöglichen und sie nicht zu ,Fremdkörpern’ werden“. Der einstige Hotelstandort erfüllt aus Benninghoffs Sicht diese Voraussetzungen nicht. Dieser liege am Rande der Stadt und verhältnismäßig weit entfernt von Schulen, Geschäften, Behörden. Zudem erschwere der Verkehr auf der B 8 „den Zugang zu diesen Einrichtungen, von Nachbarn ganz zu schweigen, die die erforderliche und gewünschte Hilfe leisten könnten und sollen“, betont Benninghoff.

 
 

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