An 85 Stellen könnte die Polizei kontrollieren

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Wer am Donnerstag der nächsten Woche (16. April) mit seinem Auto unterwegs ist, der sollte besonders genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten.

Dinslaken..  Wer am Donnerstag der nächsten Woche (16. April) mit seinem Auto unterwegs ist, der sollte besonders genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten. Denn bundesweit macht sich die Polizei beim dritten „Blitzmarathon“ auf, Temposünder in ihre Schranken zu weisen. Auch im Kreis Wesel machen sich die Beamten der Polizei und Mitarbeiter der Kommunen und des Kreises auf die Suche nach Rasern. Für den Kreis wurden insgesamt 85 verschiedene Messstellen ausgesucht. Wo gemessen wird, können die Bürger mit ihrer Stimme im Internet selbst beeinflussen.

In Dinslaken gibt es neun Vorschläge für die Standorte der Geschwindigkeitsmessungen. Hier könnte auf Dickerstraße, Weseler Straße (B8), Heerstraße, Augusta-straße, Karl-Heinz-Klingen-Straße, Schloßstraße, Heistermannstraße, Helenenstraße und Thyssenstraße geblitzt werden.

In Voerde könnte nächste Woche Donnerstag an der Steinstraße, der Rheinstraße, der Rönskenstraße, der Dinslakener Straße und der Friedrich-Wilhelm-Straße geblitzt werden.

Für Hünxe stehen die Schermbecker Landstraße, die Gahlener Straße, der Sternweg, die Weseler Straße, die Wilhelmstraße und die Minnekenstege als mögliche Messstellen für die Geschwindigkeitskontrolle zur Auswahl. An welchen der Stellen genau kontrolliert wird und wie viele unterschiedliche Punkte die eingesetzten Kräfte kontrollieren werden, steht noch nicht fest. „Das ist davon abhängig, wie viele Menschen und wie viel Technik zur Verfügung steht“, erklärt Polizeihauptkommissar Franz-Josef Kuhmann von der Pressestelle der Kreispolizei. „Wir versuchen, an möglichst vielen Stellen zu messen“, berichtet er weiter.

Trotz umfangreicher Hinweise auf die bevorstehenden Blitzaktionen gehen den Beamten immer wieder Temposünder ins Netz. Bei der jüngsten Aktion dieser Art im September des vergangenen Jahres, erwischte die Polizei an 40 Messstellen insgesamt 312 Temposünder auf frischer Tat. In den meisten Fällen blieb es bei Verwarngeldern. Ein Fahrer raste so schnell, dass er sich auf ein Fahrverbot einstellen musste. Beim ersten Blitzmarathon im Februar 2012 waren bundesweit 3000 Beamte im Einsatz und kontrollierten mehr als 450 000 Fahrzeuge, von denen rund 17 000 zu schnell unterwegs waren.

Wenn es um die Messstellen geht, dann dürfen die Bürger im Kreis Wesel deren Auswahl beeinflussen. Via Internet können sie über die jeweiligen Kontrollpunkte selbst bestimmen. Auf der Internetseite der Kreispolizei reicht dazu ein Klick aus, mit dem eine automatisch erstellte E-Mail an die Behörde gesendet wird. Bis zum 13. April um 6 Uhr haben die Bürger noch Zeit, auf diesem Wege über die Kontrollen mitzubestimmen: www.polizei.nrw.de/wesel

Z Ich finde die Aktion richtig, obwohl ich selbst schon geblitzt wurde. Man sollte allerdings nur an Stellen kontrollieren, an denen es auch sinnvoll ist. Etwa an Unfallschwerpunkten oder in der Nähe von Schulen oder Kindergärten.

Z Ich finde die Aktion richtig, aber man sollte das vorher nicht groß ankündigen. Wenn man weiß, wo die Blitzer stehen, fährt man da langsam und gibt dann wieder Gas. Ich denke, dass es ohne Bekanntgabe mehr bringen würde.

Z Es wird auch so schon genug kontrolliert. Da ist die Extraaktion nur rausgeschmissenes Geld oder ein Abkassieren der Bürger. Ich denke nicht, dass sich dadurch Unfälle verhindern lassen. Raser wird es immer geben.

Z Ich halte von diesen Aktionen nicht viel. An dem einen Tag fahren die Menschen dann langsamer und kurz danach wird gerast wie immer. Und dafür müssen die Polizisten dann Überstunden machen. Ich glaube, das bringt nicht viel.

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