Am Tulpensonntag ist Voerde fest in Narrenhand

Kamelle wird es am Sonntag in Voerde hoffentlich massenhaft regnen.
Kamelle wird es am Sonntag in Voerde hoffentlich massenhaft regnen.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Nach einem Jahr Vorbereitungszeit lädt der VKV wieder zur jecken Großveranstaltung

Voerde..  Wenige Tage noch, dann erlebt auch in der hiesigen Region die jecke Saison mit den traditionellen Karnevalszügen wieder ihren Zenit: Die Teilnehmer des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und besuchten Lindwurms in Voerde setzen sich am Tulpensonntag in Bewegung. Der Startschuss für den Voerder Karnevalszug am 15. Februar fällt um 11.11 Uhr.

Von der Allee/Frankfurter Straße aus, wo sich die Teilnehmer aufstellen, geht es in Richtung Innenstadt. Der närrische Lindwurm bahnt sich über die Bahnhofstraße, die Straße „Im Osterfeld“, Teichacker, Friedrichsfelder Straße, Steinstraße und Bahnhofstraße seinen Weg zur Ringstraße, wo sich der Zug gegen 13.30 Uhr auflöst.

Danach schließt sich der Straßenkarneval an. Der 1. Voerder Karnevalsverein (VKV), in dessen Händen die Ausrichtung der Großveranstaltung liegt, rechnet auch für diesen Tulpensonntag wieder mit rund 30 000 Besuchern. 30 Zuggruppen – vorn an begleitet von Wagen der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) – sind diesmal am Start, etwa zehn Prunkwagen werden laut Mark Sarres, Chef des VKV, über den Voerder Asphalt rollen

Nach dem Zug ist vor dem Zug – ein Jahr Vorbereitung liegt wieder einmal hinter den Organisatoren des närrischen Lindwurms in Voerde, der diesmal unter dem Sessionsmotto „Voerde feiert, singt und lacht – das hat der VKV gemacht“ durch die Straßen ziehen wird. Das Motto steht für den Anspruch des Karnevalsvereins, „den Menschen ein paar schöne Stunden bescheren“ zu wollen, bringt es der erste VKV-Vorsitzende Mark Sarres auf den Punkt. Hat der Zug sein Ziel erreicht, ist mit dem Feiern noch nicht Schluss. Der Straßenkarneval macht für Holger Mrosek, zweiter VKV-Geschäftsführer, denn auch das Besondere an der Veranstaltung in Voerde aus. Der VKV ist optimistisch, dass Petrus auch Tulpensonntag 2015 wieder mitspielen wird. Sonne hätten sie ein „halbes Jahr vorher beantragt“, sagt Dirk Grah, der beim VKV für das Marketing zuständig ist, lachend.

Mehrere neue Zuggruppen sind in diesem Jahr beim traditionellen Karnevalszug mit von der Partie: Mit etwa 100 Teilnehmern – Kunden und Mitarbeitern – zeigt die Tanzschule Rautenberg am 15. Februar närrische Präsenz. Die Initiative „Rock am See“ lässt eine Liveband auf ihrem Wagen spielen, die Coloured Birds treten auf dem Wagen der Funkies auf, und das Gesangsduo Dunja und Andreas fährt auf dem ersten Wagen mit und wird auf den Karnevalszug einstimmen, wie Dirk Grah ankündigt. Die neu gegründete Fußgruppe „Die Zugvögel“ um VKV-Ehrensenatorin Elli Dickmann wird mit einem amerikanischen Oldtimer, einem sonnengelben Pick-up, vorfahren, in dem die Kamelle transportiert werden.

Der Verein Gänseblümchen, der krebskranke Kinder unterstützt, war zuletzt mit einer Fußgruppe beim Voerder Karnevalszug vertreten, in diesem Jahr wird er mit einem eigenen Wagen an den Start gehen (die NRZ berichtete). Mit seinem Vorsitzenden Tobias Modrzejewski stellt der „Gänseblümchen e.V.“ auch den Ehrensenator des VKV für diese Session.

Das Glasverbot, das räumlich begrenzt ist und ein weiteres Novum bei der Großveranstaltung darstellt, soll die Verletzungsgefahr verringern helfen. Neu ist auch, dass in diesem Jahr für die Suche nach vermissten Kindern keine zentrale Sammelstelle mehr eingerichtet wird. Stattdessen sind nun alle Einsatzkräfte (DRK, Polizei, Ordnungsamt), die über Funk vernetzt sind, Ansprechpartner für den Fall, dass eine Person vermisst wird.

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