25 Jahre Flüchtlingsrat

Dinslaken..  Im Jahre 1990 gründete sich aus Mitgliedern der evangelischen und katholischen Gemeinden in Dinslaken und Hiesfeld der Flüchtlingsrat. Der Brandanschlag 1991 in Hünxe auf ein Asylbewerberheim ließ die Gruppe in ihrem Engagement immer stärker werden. 1993 kam es sogar zu einem Kirchenasyl für eine kurdische Familie in den Räumen der Erlöserkirche.

Von Anfang an wurde vom Flüchtlingsrat die Kleiderstube in der Fliehburg aufgebaut, die bis heute existiert. Zurzeit arbeiten mit Rosi Hannemann etwa 14 Ehrenamtliche dort und geben für die Bewohner montags, mittwochs und freitags Kleidungsstücke, Hausrat und vieles mehr aus. Dadurch entstanden viele Kontakte zu den Flüchtlingen und so manchem konnte – nicht nur durch Kleidung – geholfen werden. Durch das im Laufe der Zeit entstandene Vertrauen wurde so manches Problem gelöst. Darüber hinaus entstand Anfang der 90-er Jahre in der Fliehburg der Frauentreff. Inzwischen sind viele ehemaligen Teilnehmerinnen in Wohnungen im Stadtgebiet gezogen, wo sie mit ihren Familien nun leben. Seit Juli 2000 treffen sich ehemalige Bewohnerinnen der Fliehburg einmal im Monat im Pfarrheim an der Hl.-Geist-Kirche in Hiesfeld. Dieser Frauentreff International wird inzwischen von etwa 40 Frauen aus acht Nationen besucht. Die Folgebegleitung ist eine wichtige Aufgabe des Flüchtlingsrates.

Im Juni 2015 formierte sich der Flüchtlingsrat neu, denn in den letzten Jahren bestand die Arbeit hauptsächlich aus der Kleiderstube (Fliehburg) und den damit verbundenen Aufgaben. Nun sind neue Mitglieder hinzu gekommen. Die beiden Sprecherinnen sind Bärbel Radmacher und Rosi Hannemann, Schriftführerin ist Mechthild Dumzlaff.

Der Flüchtlingsrat ist überparteilich und überkonfessionell und will eine Lobby für Flüchtlinge in Dinslaken sein und die Arbeit der Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind, vernetzen und unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat NRW und Pro Asyl gibt es die Möglichkeit, sich fortzubilden und zu informieren.

Interessierte Menschen können sich wenden an: Bärbel Radmacher, 02064-4771149 oder Rosi Hannemann, 02064-90898.

 
 

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