„Zurück zur Sacharbeit ist das Motto“

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Der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff ist vom Kreisvorstand der CDU als Nachfolger für den zurückgetrenenen Patrick Sensburg nominiert worden.

Altkreis/Olsberg..  Der Kreisvorstand der CDU hat am Montagabend die personellen Weichen für die Nachfolge des zurückgetretenen Patrick Sensburg gestellt. Der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff aus Olsberg wurde im Beisein von Patrick Sensburg einstimmig für die Position des CDU-Kreisvorsitzenden nominiert. Im Gespräch mit der Westfalenpost erläutert Matthias Kerkhoff unter anderem seine Beweggründe für die Kandidatur und seine Ziele.

Frage: Am 28. Februar stellen Sie sich dem außerordentlichen Kreisparteitag zur Wahl. Ist Ihnen die Kandidatur leicht gefallen oder ist es eher eine zusätzliche Belastung?

Kerkhoff: Es ist natürlich eine zusätzliche Aufgabe, die ich nicht als Belastung empfinde. Es ist richtig, jetzt zeitnah einen neuen Kreisvorsitzenden zu wählen. Ich freue mich über die einstimmige Nominierung im Kreisvorstand. Es ist kein Nachteil, wenn ein Abgeordneter dieses Amt inne hat. Damit ist die Partei in den vergangenen Jahrzehnten gut gefahren. Es gibt da schon einiges an Synergien, aber grundsätzlich gilt auch, dass es natürlich kein Abgeordneter sein muss.

Aus welchen Gründen haben Sie sich entschieden, zu kandidieren?

Nach dem Rücktritt von Patrick Sensburg sind Gepräche geführt worden. Dass man als Landtagsabgeordneter, der für acht von zwölf Städte im Hochsauerlandkreis zuständig ist, in die engere Auswahl gerät, ist nicht ungewöhnlich. Aus meiner Sicht passt es gut. Sonst würde ich nicht kandidieren.

Gab es Gegenkandidaten?

Nein, die Nominierung war einstimmig. Aber bis zum Parteitag könnten weitere Kandidaten kommen.

Es gab durchaus kritische Stimmen, die dem ehemaligen Vorsitzenden Patrick Sensburg vorgeworfen haben, zu wenig Basisarbeit im Hochsauerland geleistet zu haben. Glauben Sie, die Landtagsarbeit mit den Aufgaben an der Basis vereinbaren zu können?

Ich kenne diese kritischen Stimmen gar nicht. Patrick Sensburg war ein guter Kreisvorsitzender, mir ist nichts anderes zu Ohren gekommen. Es gilt: Er bleibt unser Bundestagsabgeordneter, der hier bei uns und in Berlin einen guten Job macht.

Vorausgesetzt, Sie werden gewählt: Welchen Themen werden Sie sich vorwiegend widmen zunächst?

In Meschede und Sundern stehen in diesem Jahr Bürgermeister-Wahlen an. Die CDU im Hochsauerlandkreis wird ihren Beitrag leisten, dass auch künftig die CDU dort den Bürgermeister stellt. Inhaltlich werden wir uns mit dem Grundsatzprogramm-Prozess der CDU NRW beschäftigen und mit allen landes- sowie bundespolitischen Themen, die eine Relevanz für unsere Region haben. Zurück zur Sacharbeit ist das Motto.

Muss es für den Sensburg-Nachfolger angesichts der Hintergründe des Rücktritts nicht zwangsläufig auch ein Ziel sein, Image-Arbeit zu betreiben für die CDU im Hochsauerlandkreis?

Ich glaube, dass man diese beiden Bereiche in der Öffentlichkeit trennt. Die zum Rücktritt von Patrick Sensburg geführten Gründe sind ja keine Angelegenheiten der Partei, sondern der Person. Deshalb hat Patrick Sensburg mit seinem Rücktritt der Kreispartei einen Dienst erwiesen und gezeigt, dass er auch in schwierigen Zeiten Mannschaftsspieler ist. Wir setzen auf Sacharbeit und Inhalte, das ist die beste Imagekampagne, die man als Partei machen kann. Patrick Sensburg hat nach Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe jede Chance verdient, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen und die ganze CDU im HSK wird ihn dabei unterstützen.

Matthias Kerkhoff wurd

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