Zone testen, Problempunkte prüfen

Ralf Hermann
Zone 30 in Winterberg.
Zone 30 in Winterberg.
Foto: Ralf Hermann
Die seit einigen Wochen ausgedehnte Tempo 30-Zone mitsamt der in diesem Zusammenhang gesetzlich vorgeschriebenen Vorfahrtregelung „Rechts vor Links“ im Innenstadtbereich Winterberg bleibt zunächst wie sie ist. Allerdings hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend drei neuralgische Punkte herausgearbeitet, an denen noch gefeilt werden soll. Zudem sollen die neuen Regelungen spätestens in einem halben Jahr überprüft und im Fall der Fälle noch einmal überarbeitet werden.

Winterberg.  Die seit einigen Wochen ausgedehnte Tempo 30-Zone mitsamt der in diesem Zusammenhang gesetzlich vorgeschriebenen Vorfahrtregelung „Rechts vor Links“ im Innenstadtbereich Winterberg bleibt zunächst wie sie ist. Allerdings hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend drei neuralgische Punkte herausgearbeitet, an denen noch gefeilt werden soll. Zudem sollen die neuen Regelungen spätestens in einem halben Jahr überprüft und im Fall der Fälle noch einmal überarbeitet werden.

Es war eine intensive Diskussion, die sich am Dienstag im Ausschuss entwickelte. Grund für die Debatte war die Kritik aus der Bevölkerung insbesondere an der geänderten Vorfahrtregelung im Innenstadtbereich. Vor allem die Resonanz auf die Online-Petition im Internet mit dem Titel „Abschaffung der neuen Rechts vor Links Regelung an Gefahrenpunkten“ hatte Politik und Verwaltung veranlasst, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen (wir berichteten). In der Debatte kristallisierten sich schließlich mit der Bahnhofstraße, dem Bereich Nuhnestraße/Poststraße und dem Waltenberg beim Bistorant Uppu drei Bereiche heraus, die von vielen Politikern als Problemstellen bezeichnet wurden, an denen es aktuell und mit Blick auf den Winter zu Problemen komme und kommen werde. Als Verbesserung wurde u.a. angeregt, die Autofahrer mit einer nicht durchgezogenen Linie an den Kreuzungen auf die neue Vorfahrtregelung aufmerksam zu machen. Auch eine Verschiebung der Tempo 30-Zone auf der Bahnhofstraße in Richtung Zentrum hin zur Marktstraße wurde vorgeschlagen. Es gab aber auch Stimmen (insbesondere von Richard Gamm und Rainer Hellwig), die die neue Regelung zunächst längerfristig testen wollen, um überhaupt eine vernünftige Bilanz ziehen zu können. Letztlich heraus kam der allseits angenommene Beschlussvorschlag, die „Tempo 30“-Zonierung auch über die Wintermonate zunächst zu testen, gleichzeitig aber mögliche Alternativen zur Entschärfung der drei genannten Gefahrenpunkte mit der Kreispolizeipolizeibehörde und dem Straßenverkehrsamt herauszuarbeiten.

Bürgermeister Werner Eickler räumte ein, dass die Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld offenbar nicht optimal gewesen sei. Er betonte, dass es bei der Neuregelung insbesondere um den Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer gehe wie Schüler, Kleinkinder, ältere und behinderte Menschen.

An der Online-Petition haben sich mittlerweile insgesamt 1297 (Stand gestern, 16 Uhr) Menschen beteiligt.

Initiiert hatte die Petition der Winterberger M arkus Lechtenfeld, der der Diskussion im Ausschuss am Dienstag aufmerksam folgte.