Wintersport-Arena Sauerland rüstet sich für Saisonstart

Schneesicherheit ist für die meisten Urlauber der Wintersport-Arena Sauerland der Hauptgrund für einen Abstecher ins Mittelgebirge.
Schneesicherheit ist für die meisten Urlauber der Wintersport-Arena Sauerland der Hauptgrund für einen Abstecher ins Mittelgebirge.
Foto: wp
Die Verantwortlichen der Wintersport-Arena Sauerland haben sich zur Vorbereitung der neuen Saison in Winterberg getroffen. Dabei ging es unter anderem um den Klimawandel, aktuelle Entwicklungen und einem neuen Infochannel.

Winterberg. Das Thermometer zeigt recht milde Temperaturen. Doch alle, die in der Region mit Wintersportsport zu tun haben, denken natürlich nur an eins: Die Wintersport-Saison 2015/16. Und so drehte sich auch bei der Mitgliederversammlung der Wintersport-Arena Sauerland in Winterberg alles um die heiß ersehnte weiße Pracht. Und dabei ging`s um Qualitätssicherung, Klimawandel und das Wetter, die Mitgliedschaft in der bundesweiten Initiative „Dein Winter. Dein Sport“, Investitionen und eine möglichst breite Außenwirkung.

Rund 100 000 Euro setzt die Wintersportarena, zu der die Skigebiete im HSK, im Siegerland-Wittgenstein, Olpe und Willingen zählen, jährlich für ihre Marketingaktiviäten ein, so auch im kommenden Winter. Verstärkt werden soll der Einsatz im Bereich Social-Media. Neu ist ein Infochannel, der unter anderem mit aktuellen Schneemeldungen auf TV-Bildschirmen in einigen Sportgeschäften der Region erscheint und weiter ausgebaut werden soll.

Bundesweiten Initiative

Vor einem Jahr beigetreten ist die Wintersportarena der bundesweiten Initiative „Dein Winter. Dein Sport. Das ist ein Zusammenschluss von Deutschem Skiverband, Deutschem Skilehrerverband und dem Snowboardverband Deutschland.

Prof. Hanns-Michael Hölz, Präsident des deutschen Snowboardverbandes, stellte die Initiative in Winterberg vor. Ziel ist es, sich für den Erhalt der Wintersporttradition einzusetzen: „Dafür, dass das wahrgenommen und erhalten bleibt, will sich die Initiative einsetzen.“

Gutachten zum Klimawandel

Auch Winterbergs Tourismusdirektor Beckmann bewertet die Mitgliedschaft positiv: „Das ist für uns ein Türöffner, um noch stärker überregional als Wintersportregion wahrgenommen zu werden.“ Zunehmend werde bemerkt, dass Wintersport auch jenseits der Alpen möglich ist.

Das zeige auch ein Gutachten der österreichischen Akademie der Wissenschaften, das die heimische Region in ihre Erhebung mit aufgenommen hat. Das zeige, so Beckmann, dass „wir weit über die Grenzen der Region hinaus wahrgenommen werden.“ In dem Gutachten werde eine geringere Auswirkung des bisherigen Klimawandels auf Schnee und Schneeproduktion in niedrig gelegenen Skigebieten belegt.

Die Zeit, in der Beschneiung möglich ist, ändere sich in Höhenlagen unter 1000 Metern sogar weniger als in denen darüber, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Wintersport-Arena.

Freiwillige Loipenticket

Ein weiteres Thema war das freiwillige Loipenticket, das sich mehr und mehr etabliere und fortgesetzt werden soll. Bei den Vorstandswahlen wurden folgende Vertreter in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender: Michael Beckmann (Winterberg), 1. Stellv.: Wolfgang Acker-Marx (Bad Berleburg), 2. Stellv.: Hubertus Schmidt (Schmallenberg), Beisitzer: Christoph Klante (Sikliftkarussell Winterberg), Gerhard Bender (Skigebiet Willingen), Roswitha Still (Touristikverband Siegerland-Wittgenstein), Ulrich Bork (HSK). Neu im Vorstand: Otmar Hillebrand (Skigebiet Hunau Bödefeld) und Karl-Heinz Krömpke (Westdeutscher Skiverband).

Nach außen, also auf der Internet-Seite thematisiert werden soll künftig auch der Energie-Einsatz. Michael Beckmann rechnet ein Beispiel vor: Die Grundbeschneiung von 65 Pistenkilometern benötige die gleiche Menge Energie wie ein Flug mit 200 Personen in die Südsee. Auf den Pisten aber betreiben, so der Tourismusdirektor, 400 000 Menschen Wintersport.

 
 

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