Winterberger Rat segnet Windkraft-Stellungnahme ab

Der Winterberger Rat hat die Stellungnahme der Stadt Winterberg zum Thema Windkraft abgesegnet.
Der Winterberger Rat hat die Stellungnahme der Stadt Winterberg zum Thema Windkraft abgesegnet.
Foto: WR RALF ROTTMANN
Einstimmig vom Rat verabschiedet wurde am Samstag die Stellungnahme der Stadt Winterberg in Bezug auf den Regionalplan der Bezirksregierung Arnsberg in Sachen Windkraft.

Winterberg..  Einstimmig vom Rat verabschiedet wurde am Samstag die Stellungnahme der Stadt Winterberg in Bezug auf den Regionalplan der Bezirksregierung Arnsberg in Sachen Windkraft (wir berichteten). In ihrer letzten Sitzung für 2014 diskutierten die 32 Ratsmitglieder die 45 Seiten starke Vorlage, auch zahlreiche Bürger aus der Kernstadt und den Dörfern waren zum öffentlichen Teil der Sitzung erschienen. Die Stadt Winterberg lehnt die Ausweisung von sieben der geplanten acht Flächen ab und will sich auf die Fläche „Am Ochsenscheid“ bei Altenfeld als Vorrangzone konzentrieren.

CDU-Fraktionssprecher Joachim Reuter stellte sich inhaltlich voll hinter die Ausführungen der Stellungnahme. Der stellvertretende Bürgermeister Martin Schnorbus schloss sich dem an, auch wenn die Winterberger Argumente vermutlich keine harten Tabu-Kriterien seien. Er dankte dem Bündnis Winterberg für seinen Info-Abend, der die Widersprüche und Schwächen der Energiewende aufgezeigt habe. Bernd Kräling von der FDP folgte der Vorlage ebenfalls und empfahl, die Energieriesen zu beobachten, falls diese eigenständig nach Flächen suchen sollten.

Zweite Offenlegung in 2016

„Die SPD geht mit“, so kommentierte SPD-Chef Harald Koch die Stellungnahme, auch wenn er die Klage-Androhung der Stadt darin kritisch sah. Er gab zu bedenken, dass in puncto Regionalplan sehr häufig die rotgrüne Landesregierung in der Kritik stünde, obwohl die Energiewende von der Bundesregierung beschlossen worden sei. Die Stadt sei gut damit beraten, zumindest eine Fläche auszuweisen, um Einzelinvestoren dort bündeln zu können. Gleichzeitig lobte er die Winterberger Bürger für ihr Engagement bei diesem Thema.

SPD-Ratsherr Hans-Walter Schneider, gleichzeitig auch Mitglied des Regionalrats, erläuterte das Verfahren, mit dem der Regionalplan im Juli verabschiedet worden war. Damit bleibe der Regionalrat statt der Landesplanungsbehörde „Herr des Verfahrens“. Es sei so für die Öffentlichkeit transparent und biete allen die Chance für eigene Anregungen. Schneider geht davon aus, dass es nach Prüfung aller Eingaben etwa ein Jahr dauern und in 2016 zu einer zweiten Offenlegung kommen wird.

Bürgermeister Werner Eickler dankte allen für die ausführliche Auseinandersetzung mit der umfangreichen Vorlage, die sicher „mehr Zeit als eine Tatortlänge“ in Anspruch genommen habe. Er wies darauf hin, dass die Landesregierung einen möglicherweise juristisch entscheidenden Fehler gemacht habe, indem sie andere weiche und harte Kriterien angewandt habe, als den Kommunen vorgegeben seien. Die Stellungnahme werde nun auf Anregung von aufmerksamen Bürgern noch an zwei Stellen textlich angepasst und dann fristgerecht nach Arnsberg geschickt.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen