Im Zuge der Ausweisung von möglichen Windkraftkonzentrationsflächen im Stadtgebiet Medebach wird die Stadtverwaltung im März zwei Bürger-Informationsabende in den Ortsteilen Küstelberg und Titmaringhausen anbieten. In der Randlage dieser beiden Ortschaften könnten Anlagen entstehen.
Küstelberg/Titmaringhausen.
Im Zuge der Ausweisung von möglichen Windkraftkonzentrationsflächen im Stadtgebiet Medebach wird die Stadtverwaltung im März zwei Bürger-Informationsabende in den Ortsteilen Küstelberg und Titmaringhausen anbieten. In der Randlage dieser beiden Ortschaften könnten Anlagen entstehen.
In einem Informationsschreiben an die Bürgerinnen und Bürger erinnert die Verwaltung an die Entwicklungen der politisch beschlossenen Energiewende und an die „durch die bundes- und landespolitischen Vorgaben“ bestehende Verpflichtung der Stadt, sich mit dem Thema „Regenerative Energie durch Windkraft“ zu befassen.
Projektpartner im Boot
Die bisherigen eigenen Untersuchungen, aber auch die im Rahmen des Entwurfs des Regionalplans – Teilplan Energie – durch die Bezirksregierung festgelegten Bereiche kommen nach Angaben der Verwaltung zu dem Ergebnis, dass im Stadtgebiet Medebach lediglich zwei Windkraftkonzentrationszonen entstehen können. Die eine Fläche befindet sich am Krutenberg oberhalb von Titmaringhausen, die andere Fläche am Hillekopf oberhalb von Küstelberg.
Auf beiden Flächen bestehe ein gesteigertes Interesse der Eigentümer, dort Windkraftkonzentrationszonen entstehen zu lassen, heißt es in der Einladung weiter.
Die Stadtverwaltung Medebach lädt zur Bürgerversammlung in Titmaringhausen am 13. März um 19 Uhr in die örtliche Schützenhalle ein.
Die Bürgerversammlung im Ortsteil Küstelberg findet dann am 19. März ebenfalls um 19 Uhr in der dortigen Schützenhalle statt.
Inzwischen haben die Eigentümergemeinschaften sich für mögliche Projektierungspartner entschieden. Dies ist in Titmaringhausen die Firma Stawag und in Küstelberg die Firma Enova.
Der Rat der Stadt Medebach hat sich in den bisherigen Beratungen dazu entschieden, noch vor der offiziell vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung im Rahmen eines möglichen Flächennutzungsplan-Änderungsverfahrens Informations-Veranstaltungen in den betreffenden Orten durchführen zu lassen.
Alle Interessierten sind eingeladen
Dieses Vorgehen hatte auch immer Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche favorisiert, um eine möglichst große Bürgerbeteiligung im Vorfeld zu erzielen und sich ein umfassendes Meinungsbild machen zu können, bevor der Rat letztlich über Windkraftkonzentrationsflächen entscheidet.
Bei diesen Veranstaltung werden die jeweiligen Firmen den aktuellen Sachstand ihrer Planungen vorstellen. Zudem wird den Gegnern der Windkraftkonzentrationszonen die Möglichkeit gegeben, ihre Argumente vorzutragen. Im Rahmen einer abschließenden Diskussion kann dann jeder Interessierte seine Meinung einbringen.
Zu den Bürger-Informationsveranstaltungen sind neben den Einwohnern der Ortsteile Küstelberg und Titmaringhausen auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des gesamten Stadtgebietes sowie der angrenzenden Ortschaften oder allgemein interessierte Personen eingeladen.