Westfalen beim Showdown auf Mond

Bigge..  „Ich wollte schon immer ein Buch schreiben“, sagt Frank Mause. Jetzt hat sich der 1964 in Bruchhausen im Schatten der Steine geborene Autor seinen Traum erfüllt. Titel seines Erstlingswerks: „Der ganz reale Tod.“

Das Buch schrieb er neben seinem Vollzeitjob abends, an Wochenenden und im Urlaub, deswegen hat es auch mehr als viereinhalb Jahre gedauert: Geduld und Durchhaltevermögen ist beim Schreiben eine notwendige Tugend. „Die Ideen in meinem Kopf mussten einfach raus auf das Papier“, sagt er. Jetzt ist sein 380 Seiten umfassender Roman erschienen. Umschlagbild und Zeichnungen entwarf er selbst.

Die Handlung spielt in ca. 50 Jahren in einer Welt viele Jahre nach einer atomaren Katastrophe, beginnt in Kassel und endet mit einem überraschenden Showdown auf dem Mond. Zwei Hauptrollen stammen nicht zufällig aus Westfalen, wie der aufmerksame Leser an dem Namen „Jorik Nigge“ (plattdeutsch: das Neue) und am Dehnungs-„e“ in „Joes Soestken“ erkennt. „Viele denken bei Geschichten aus der Zukunft kaum an ihre Region, die wird eher mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht. Aber auch bei uns wird die Zukunft stattfinden,“ sagt der Autor.

Handlung spielt im Jahr 2061

Der Blick in das Jahr 2061 ist natürlich überzeichnet. Es ist eine Fiktion, die den erstaunlichen Rahmen für die Handlung gibt: „Niemand weiß wirklich, wie die Welt in fünfzig Jahren aussieht! Kaum jemand hat die wirklich einschneidenden Ereignisse, wie beispielsweise den Mauerfall vorausgesehen.“ Trotzdem hält Mause die Beschäftigung mit der Zukunft für wichtig, werden wir doch unweigerlich dorthin gelangen: „Wir haben es letztlich hier und jetzt selbst in der Hand, ob das Morgen so oder anders aussieht.“

Mause durchlief ab 1984 eine knapp zehnjährige Bundeswehrlaufbahn vom Rekrut bis zum Offizier. Er studierte an der Bundeswehr-Universität München Geodäsie und leistete nach der Wende Aufbau-Hilfe in Sachsen-Anhalt. 1996 schloss er das 2. Staatsexamen ab und trat in den hessischen Landesdienst. Seit 2010 leitet er das Amt für Bodenmanagement in Korbach.

Mause lebt mit seiner Familie in Bad Arolsen, fährt gern Rad und liest viel – meist natürlich Science-Fiction. Seine „Privatbibliothek“ umfasst mehr als 500 Romane, geschätzt noch einmal so viel lieh er aus. So auch den ersten Roman, an den er sich erinnert: „Das Sternenreich Mo“ von Richard Koch – vor ca. 40 Jahren für 5 Pfennige aus der Bibliothek der Kirchengemeinde St. Cyriakus in Bruchhausen.

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