„Was machen die Iren, wenn eine Krise ist?“

Joey Kelly - hier mit Sparkassenvorstand Ulrich Dolle (l.) und Privatkundenberater Wolfgang Weber - hielt bei der Börsennacht der Sparkasse Hochsauerland in Brilon einen motivierenden Vortrag.
Joey Kelly - hier mit Sparkassenvorstand Ulrich Dolle (l.) und Privatkundenberater Wolfgang Weber - hielt bei der Börsennacht der Sparkasse Hochsauerland in Brilon einen motivierenden Vortrag.
Foto: Sparkasse
Zwischen Rendite und Risiko - so das Thema zum Fachvortrag bei der 3. Börsennacht der Sparkasse Brilon. Sänger und Extremsportler Joey Kelly konnte mit seiner Rede „No Limits“ motivieren.

Brilon..  Die 3. Börsennacht der Sparkasse Brilon fand eine so herausragende Resonanz, dass das Atrium der Sparkasse bereits im Vorfeld ausgebucht war. Guido Barthels hielt einen Fachvortrag zum Thema „Die Kunst der Balance zwischen Rendite und Risiko“, als Stargast war Joey Kelly geladen.

Barthels, gefragter Referent auf Fachforen und Rentenspezialist, präsentierte und erläuterte Zahlen, Daten und Fakten zur aktuellen Marktsituation. „In Zeiten, wo Zinserhöhungen in der Eurozone in ferner Zukunft liegen und sich die Krise verschärfen wird, ist es wichtig, einen Spagat zwischen Risiko und Rendite zu schaffen“, so der Ostwestfale. Mischfonds seien hier eine gute Lösung.

„Was machen die Iren, wenn eine Krise ist?“ fragte Joey Kelly, bekannt als Ausnahme-Athlet und Sänger, im Anschluss an den Fachvortrag. „Sie kämpfen und wandern aus.“ So geschehen im Jahre 1976, als die Kelly-Family nach Rom auswanderte. „Wir haben dort als Bettler angefangen zu kämpfen.“ Es folgten Jahre der Enthaltsamkeit und Ausdauer, bis die „Kelly-Family“1994 ihren ersten Durchbruch erzielte.

Sehr eindrucksvoll, mit Video-Clips untermauert, schilderte Kelly nicht nur seinen Lebensweg als Sänger und Geschäftsführer der Kelly-Family. Sein Vortrag „No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel“, knüpfte an diese Vergangenheit an.

Überragender Kampfgeist

Aus einer Wettlaune heraus stellte er fest, dass der Ausdauersport den Stress im Beruf ausgleichen konnte. Es folgte ein Kampf um immer mehr Ausdauer. Schilderungen mit brisanten und interessanten Einblicken überzeugte das Publikum.

Die 450 Gäste erlebten Kelly per Videoeinspielungen als Anfänger im Triathlon, wo er fast aufgeben wollte, als Marathonläufer und Ironman, als Wüstenläufer, als Radrennfahrer, sie sahen ihn bei der Bob-WM Anfang des Jahres und beim Radrennen von der West- zur Ostküste der USA. Das Fahrrad-Rennen in der Todeskugel, Ausschnitte des Südpol-Wettlaufes und des Marsches von Wilhelmshaven zur Zugspitze waren weitere Highlights.

Kelly hat viel erreicht und noch viel vor. Die Frage, ob Glück Zufall sei, beantwortet er selber: „Nur wer kämpft, kann etwas erreichen.“

Für die Erfolge als Ironman hat er in der Nacht trainiert, lief nachts durch die Städte. „Bei den Wüstenläufen habe ich das Jammern aufgegeben, dann ging es wieder“, so Kelly. Je näher das Ziel kam, desto besser habe er sich gefühlt. Das Ziel vor Augen, überlebte er 400 km bei Temperaturen bis zu Minus 40 Grad Celsius und aß Schnecken und einen überfahrenen Hasen, um den Hunger auf dem Weg von der Nordsee zur Zugspitze zu stillen. Nächstes Jahr wird er einen ähnlichen Weg von der Ostsee aus einschlagen – ohne Geld, nur mit dem, was die Natur bietet. Der Hunger sei nur eine Hysterie des Körpers.

Kelly möchte mit seinen Erzählungen Niemandem „den rechten Weg zeigen“. Er möchte seine Erfahrungen weitergeben: „Durch Ausdauersport bin ich wach geworden. Ausdauer, Ziele, Willen, Disziplin und Leidenschaft ist das, was Sie weiterbringen. Auch im Beruf und im Privatleben sind diese Eigenschaften wichtig. Früher habe ich gejammert.“ Mit musikalischer Begleitung vor, zwischen und nach den Vorträgen begeisterte der charismatische Entertainer und Top-Event-Pianist Dennis R. Volk das Publikum. Auch der Ausklang des Abends war ein voller Erfolg bei kaltem Buffet und Getränken.

 
 

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