Vorbild in Sachen Umweltschutz

Jürgen Hendrichs

Brilon.  Die RWE hat in Brilon zwar das Gasnetz an die Stadt veräußert und mit dem „Brilon Gas“ einen kommunalen Konkurrenten bekommen, den Klimaschutzpreis sponsert der Energie-Multi aber gleichwohl weiter. Schließlich hat er noch die Stromversorgung als Standbein in der Stadt des Waldes.

Gestern Nachmittag übergab RWE-Regionalbetreuer Markus Ebert im Rahmen der Forst- und Umweltausschusssitzung die 2012-er Auszeichnungen.

Den ersten Preis in Höhe von 2300 Euro hat die Jury aus Vertretern der Verwaltung, des Ausschusses und der RWE dem Förderverein des Freibades Alme für sein Fernwärme-Konzept zuerkannt, den mit 200 Euro dotierten zweiten erhielt die Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen für ihr Europa- und Agenda-Engagement.

Für Fördervereins-Vorsitzende Andrea Adams ist der Preis „Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg“ sind. Das auf Basis der ebenso soliden wie betagten „Lokomobile“ des Sägewerkes Runge ruhende Energiekonzept – eine Dampfmaschine, die Strom für das Unternehmen sowie Abwärme für Freibad und Gemeindehalle produziert – sei bundesweit einmalig, sagte Vorstandsmitglied Rüdiger Sürig. Rund 20.000 Euro Heizkosten spare die Stadt beim Warmwasserbad, rund 10.000 Euro bei der Gemeindehalle. Rund 160.000 kg CO2-Ausstoß werde vermieden. Sürig: „Das ist doch was.“ Ende Mai sollen die restlichen Arbeiten beendet sein.

Für den Grundschulverbund nahm Schulleiterin Renate Leikop den Preis entgegen. „Mehr Energieeinsparung, mehr Umweltschutz“ ist dort das Motto. Die Kinder haben einen Umweltvertrag geschlossen. Sie sortieren Müll, benutzen ausschließlich Hefte und Blöcke mit dem blauen Engel, recyceln Batterien und Druckerpatronen, benutzen Frühstücksdosen und Mehrwegflaschen, trinken Milch von Kühen aus der Region, achten auf die richtige Temperatur und Lüftung und schalten Elektrogeräte ab, wenn sie sie nicht brauchen. Energiespürnasen, so Schulleiterin Renate Leikop, kontrollieren täglich die Einhaltung dieses Vertrages. Im Rahmen des Comenius-Projektes stehen die Kinder in Kontakt mit Schülern aus Deutschland, Dänemark, England, Polen und den Niederlanden. Sie haben gemeinsam ein Buch geschrieben: „Felix on tour through Europe“ („Felix unterwegs in Europa“. Auch darin werben die Briloner Kinder für den Umweltschutz.