Vom Marktplatz aus kostenlos ins Internet

Auf dem Briloner Marktplatz soll ein Hot-Spot eingerichtet werden.
Auf dem Briloner Marktplatz soll ein Hot-Spot eingerichtet werden.
Foto: WP
Auch die Stadt Brilon möchte im Bereich des Marktplatzes einen sogenannten „Hot Spot“ einrichten, der Gästen und Einheimischen eine kostenlosen Internet-Nutzung ermöglichen soll.

Brilon..  Das Internet ist für viele inzwischen zum ständigen Begleiter geworden. Ob im Urlaub, auf Geschäftsreise oder in der Freizeit. Deshalb bieten zunehmend auch Cafes, Bus-Linien, Hotels und Ferienwohnungen einen kostenlosen WLAN-Zugang für ihre Gäste an. Auch die Stadt Brilon möchte im Bereich des Marktplatzes einen sogenannten „Hot Spot“ einrichten, der Gästen und Einheimischen eine kostenlosen Internet-Nutzung ermöglichen soll.

Technische Umsetzung prüfen

Die Briloner SPD hatte im Dezember vergangenen Jahres den Antrag gestellt, einen freien und öffentlichen Zugang zum Internet zu schaffen. Daraufhin wurde von Seiten der Stadtverwaltung ermittelt, unter welchen Voraussetzengen das möglich wäre. Im März dieses Jahres hat sich dann der Strukturausschuss mit dem Thema beschäftigt und die Verwaltung mit der Fortsetzung der Planung beauftragt.

Favorisiert werde, so Clemens Mund, der zuständige IT-Sachgebietsleiter der Stadt, eine „Provider-Lösung“ über einen Internetdienstanbieter, der praktisch die Verantwortung für den Hot Spot übernimmt, wodurch die Stadt rechtlich und technisch auf der sicheren Seite wäre, so Mund.

Die Pläne der Stadt sehen momentan eine Nutzerkapazität von bis zu 500 Endnutzern vor. Für die Endnutzer würden keine Kosten anfallen. Sie müssten sich allerdings vorher im System anmelden. Dies könnte entweder über ein Internet-Portal geschehen oder über die Ausgabe von Codes.

Im nächsten Schritt will die Stadt nun die technische Realisierbarkeit prüfen, z.B.,wo Anschlüsse auf dem Marktplatz installiert werden könnten.

Eine alternative Möglichkeit zur kostenlosen Internetnutzung ist der sogenannte „Freifunk“, für den sich eine private Initiative in Brilon schon seit längerer Zeit stark macht. Initiator ist Florian Otto aus Brilon-Wald.

Mit Blick auf eine solche Lösung gibt Clemens Mund allerdings zu bedenken, dass ein privates Freifunk-Netz nicht unbedingt immer eine verlässliche Bereitstellung garantieren könne. Für eine Provider-Lösung wie sie der Strukturausschuss empfiehlt, spricht aus Sicht der Stadt auch, dass sie Marketing-Möglichkeiten zum Beispiel im Tourismusbereich biete

Alternative: Freifunk

Bei einer Infoveranstaltung der Initiative wurden die Pläne jetzt öffentlich vorgestellt. Dabei geht es um den Aufbau eines möglichst breiten Bürgerdatennetzes, bei dem auf privater Basis jedem, der sich in der Nähe eines Freifunk-WLAN-Netzwerkes befindet, ein kostenfreier Zugang ermöglicht wird. Registrieren müssen sich die Nutzer dafür nicht.

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