Verregnete Pisten im Sauerland - Hotels sind trotzdem voll

Regen statt Schnee im Sauerland.
Regen statt Schnee im Sauerland.
Foto: dpa
Nebel, Regen, Wind und Temperaturen über Null - vom Winter ist auch in den Hochlagen des Sauerlandes derzeit nichts zu spüren. Die Hotels hatten trotzdem gut zu tun. Die Liftbetreiber hoffen auf die Rückkehr des Winters - vielleicht ab Mitte Januar.

Winterberg. Das eher frühlingshafte Tauwetter hat den Liftbetreibern im Sauerland die Weihnachtssaison verdorben. Dabei hatte vor den Ferien mit mehr als einem halben Meter Naturschnee alles nach einem optimalen Saisonstart ausgesehen. "Das hätte normalerweise auf jeden Fall gereicht, um die erste Hochsaison in den Weihnachtsferien zu überbrücken", sagte der Winterberger Tourismusdirektor Michael Beckmann. Dann aber ließ heftiger Dauerregen die weiße Pracht den Bach hinunter gehen.

Allerdings wurde für die unentwegten Skifahrer bis zum Ende der Ferien auch bei Plusgraden noch mindestens ein Lift am Laufen gehalten. Am Sahnehang unterhalb des Kahlen Astens legte sich Liftbetreiber Dietmar Geilen ins Zeug. Mit seinen Mitarbeitern hatte er Schnee von Parkplätzen abgefahren und auf seiner Wiese gebunkert. Damit konnte er immer wieder Lücken in der Piste auffüllen und vor allem seine Liftspur präparieren. "Schön ist das nicht", sagte er selbst, aber immerhin könne man den Gästen ein Angebot machen.

Hoffen auf Rückkehr des Winters

Während die Liftbetreiber unter dem Wetter litten, weil Tagesgäste ausblieben und Urlauber ihre Zeit lieber anders verbrachten, erwischte es die Hoteliers nicht ganz so hart. Es habe zwar Stornierungen wegen des Wetters gegeben, sagte Beckmann. "Aber das war nicht außergewöhnlich viel." Und viele der Zimmer konnten noch an andere Urlauber weiter vermittelt werden.

Nun hoffen die Liftbetreiber auf die Rückkehr des Winters. Mitte Januar könnte es nach Auskunft eines Wetterbeobachters des Deutschen Wetterdienstes vom Sonntag auf dem Kahlen Asten wieder frostig werden. Dann sollen die Schneekanonen wieder laufen.